Parker haben Priorität

Berg am Laimer Bezirksausschus will an Baumkirchner Straße keine Strom-Ladestationen fürs E-Mobil

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Ungeliebter Standort für die Betankung von E-Fahrzeugen: An der Baumkirchner Straße 4-6 in Berg am Laim sollen möglichst keine E-Ladestationen entstehen. Anstelle an der Baumkirchner Straße sieht der BA weitere Zapfsäulen im Bereich der Josephsburgstraße besser aufgehoben.

Auch in Berg am Laim soll die E-Mobilität Einzug halten. An den Details dieser Entwicklung hat sich nun der Bezirksausschuss abgearbeitet. Konkret ging es um die Frage: Wo sollen die E-Tankstellen entstehen?

Elektromobilität ist ein ehrgeiziges Thema. Bei dieser Einschätzung herrscht auch im Berg am Laimer Bezirksausschuss (BA) Einigkeit.

Schwieriger wird es bei der Frage, wo in naher Zukunft Strom-Lade- stationen als Zapfsäulen etabliert werden sollen. Besonders an der von den Stadtwerken München (SWM) vorgeschlagenen Ladestation im südlichen Bereich der Baumkirchner Straße entzündete sich im Gremium eine heftige Diskussion. Denn im betriebsamen Geschäftsbereich rund um die Baumkirchner Straße 4-6 befürchtet besonders die CSU den Wegfall von Kurzzeitparkplätzen für Kunden der Ladengeschäfte und der Sparkasse. Am Ende verständigte sich der BA aber mehrheitlich darauf, diesen Standort möglichst auszuklammern. Stattdessen sei eine Alternative nahe des Wendehammers an der Josephsburgstraße, am Permoser Platz und im Bereich der Gronsdorfer Straße zielführender.

CSU-Fraktionssprecher Fabian Ewald fand E-Mobilität zwar grundsätzlich begrüßenswert und zukunftsgerichtet. Es dürfe aber „keine Vergabe nach dem Gießkannenprinzip“ stattfinden, so Ewald. Anders als an der Josephsburgstraße sei eine solche Einrichtung an der Baumkirchner Straße nicht zu vertreten: „Es darf nicht soweit kommen, dass die Leute vor Ort und die Kunden das Nachsehen haben, während Pendler die Ladestation als Park-and-Ride-Platz missbrauchten. Hubert Kragler von den Grünen dagegen wollte hatte das große Ganze im Blick: „Wir müssen uns schon entscheiden, ob wir der Elektro-Mobilität das Feld bereiten wollen oder mit dem Verbrennungsmotor einfach so weitermachen?“

Am Ende waren die Fronten zwar geklärt. Aber der Bezirksausschuss verständigte sich doch darauf, den Standort Baumkirchner Straße nur im Notfall aufrecht zu erhalten. Eine Vielzahl an E-Tank-Punkten müsse dagegen auch in Berg am Laim geschaffen werden, um der innovativen wie umweltverträglicheren Antriebstechnik zum Durchbruch zu verhelfen. Ein erster Standorte-Schritt ist gemacht. Binnen der kommenden drei Jahre sollen die Zapfanlagen eingerichtet werden. 

Harald Hettich

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