Auszeichnungen für Gewofag und Interroh

Bauherrenpreise in der Messestadt vergeben

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Den Bauherrenpreis 2012 Gewerbe sprach die Jury der Firma IRV Interroh Rohstoffverwertungs GmbH zu.

Die Landeshauptstadt hat die Bauherrenpreise 2012 für Wohn- und Gewerbeobjekte in der Messestadt Riem vergeben.

Ausgezeichnet wurde im Bereich Wohnen die Städtische Wohnbaugesellschaft Gewofag für ihr Objekt Ecke Astrid-Lindgren-/Ingeborg-Bachmann-Straße, im Sektor Gewerbe konnte sich die Firma IRV Interroh Rohstoffverwertung GmbH an der Otto-Perutz-Straße über die Auszeichnung freuen.

Die Gewofag Wohnen GmbH, München, hat für ihr Wohnensemble Ecke Ingeborg-Bachmann-/Astrid-Lindgren-Straße den Bauherrenpreis 2012 erhalten, den die Landeshauptstadt München alljährlich für Objekte in der Messestadt vergibt. Überzeugt hat die Jury unter dem Vorsitz der Leitenden Baudirektorin (Planungsreferat) Marion Wolfertshofer die klare Strukturierung der fünfgeschossigen, 100 Meter langen Wohnanlage mit drei dreigeschossigen Riegeln im Westen. Gelobt wurden die Erschließung durch Laubengänge auf der Straßenseite, sowie die „auskragenden“ Balkone Richtung Innenhof. Abwechslungsreich gestaltete Frei- und Grünräume schafften vielfältige Nutzungmöglichkeiten für alle Generationen, so die Jury. Baumhaine strukturierten die große Platzfläche, berankte Mauerscheiben grenzten private Mietergärten von öffentlichen Freiflächen ab.

Ökologische Aspekte

Gelobt wurden auch ökologische Aspekte wie Fernwärme (hier Geothermie), kompakte Gebäudeformen und Versickerung des Regenwassers. Heutzutage besonders wichtig ist die Wirtschaftlichkeit. Die Jury befand die Errichtungskosten des Gewofag-Komplexes im Vergleich zu anderen eingereichten Projekten als besonders niedrig. Allerdings handelt es sich bei dem ausgezeichneten Objekt um geförderten Wohnungsbau (26 Wohnungen München Modell Miete, 60 einkommensorientierte Förderung). Großen Wert hat die Gewofag auf die differenzierte Freiraumgestaltung gelegt. Geplant haben das Gebäude die Architekten Helmut Wimmer, Wien + Büro Zwischenräume München sowie kern landschaftsarchitektur, Möckmühl.

Den Bauherrenpreis 2012 Gewerbe sprach die Jury der Firma IRV Interroh Rohstoffverwertungs GmbH für den Neubau einer Altholzbehandlungs- und Abfallumschlagsanlage mit Büro an der Otto-Perutz-Straße zu. „Dieses Gewerbegebäude ist eines der anspruchsvollsten in Riem. Es ist gut integriert an der Stadteinfahrt. Eine besondere Würdigung verdient die Fassade, die einen Dialog zwischen Aufgabe und Gebäude herstellt“, betonte Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk bei der Preisverleihung. Der Bürobau und die Halle der IRV werden als Altholzbehandlungs- und Abfallumschlaganlage genutzt. Besonderen Wert legte der Bauherr auf den Schallschutz – auch nach außen, da auf dem Areal ein hoher Lader- und LKW-Verkehr anfällt.

Die Gestaltung von Gebäude und Außenanlagen bezieht sich auf die Tätigkeit des Betriebs. Betonfassadenelemente und mit Baumscheiben verfüllte Segmente wechseln einander ab. Der mit heimischen Gehölzen bepflanzte und mit einem naturnahen Gartenteich gestaltete Außenbereich bietet den Mitarbeitern angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien. Geplant wurde das ausgezeichnete Objekt von Laumer Ingenieurbüro GmbH, Massing und Garten- und Landschaftsarchitekt Dipl. Ing. Anton Robl, Furth im Wald.

Besondere Anerkennung sprach die Jury der Wohnbaugenossenschaft Wagnis eG für ihren Wohnkomplex an der Heinrich-Böll-Straße aus. Für die Organisation des Bauherrenpreises zeichnete die Maßnahmeträger München Riem Gesellschaft (MRG) verantwortlich, die den Preis im Auftrag der Landeshauptstadt München ausgelobt hatte. 

Gabriele Mühlthaler

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