Auszeichnung für Ernst-Mach-Gymnasium und Gemeinde Haar

Fairtrade im Doppelpack

Manfred Holz (Mitte), Fairtrade-Ehrenbotschafter, gab die Urkunde Bürgermeister Andreas Bukowski.
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Manfred Holz (Mitte), Fairtrade-Ehrenbotschafter, gab die Urkunde Bürgermeister Andreas Bukowski.
  • VonThomas Fischer
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Fairtrade Town und Fairtrade Schule – die Gemeinde Haar und das Ernst-Mach-Gymnasium dürfen sich über eine besondere Auszeichnung freuen.

Fairtrade soll Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen verbinden und den Handel durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern verändern. Diesen Zielen haben sich auch die Gemeinde Haar und das Haarer Ernst-Mach-Gymnasium verschrieben. Steuerungsgruppen haben sich an die Arbeit gemacht und – gerade in Pandemiezeiten – viel Energie investiert. Mit Erfolg: Sowohl das Gymnasium als auch die Gemeinde konnten alle Kriterien für das Fairtrade-Label erfolgreich erfüllen. Und so konnte jetzt Manfred Holz, als Fairtrade-Ehrenbotschafter extra aus Köln angereist, bei einem Festakt das Fairtrade-Siegel an Bürgermeister Andreas Bukowski und Schulleiterin Gabriele Langner überreichen.

Bei der Übergabezeremonie wurde aber auch deutlich, dass die Urkunden nicht den Ende des Weges bedeuten, sondern vielmehr erst der Startschuss sind. Denn für alle Beteiligten stand fest, dass Fairtrade mehr ist als eine Auszeichnung, mit der man sich schmückt. Jetzt gelte es, weitere Schritte zu gehen und ständig an Verbesserungen zu arbeiten. Dazu gehöre auch, so Bürgermeister Andreas Bukowski, das eigene Handeln immer wieder zu überprüfen. Dabei zeigte Haares Gemeindeoberhaupt auch einen möglich Weg auf. Er regte an, sich immer wieder drei Fragen zu stellen: Wo kommt das Produkt her? Was steckt drin? Unter welchen Bedingungen wurde es gefertigt?

Bukowski betonte, dass Fairtrade in Haar bereits eine lange Tradition habe. So habe Christa Lampe bereits vor 32 Jahren den Eine-Welt-Laden in St. Konrad ins Leben gerufen. Doch auch an den anderen Haarer Kirchengemeinden finden sich entsprechende Eichrichtungen. Angelika Hallbauer ist zuständig für den Eine-Welt-Laden in Gronsdorf Heilig Kreuz, Gerdi Pfeifer für den Eine-Welt-Laden in St. Bonifatius. Initiiert wurden diese Projekt von Theresa Heil.

Auch die Direktorin des Ernst-Mach-Gymnasiums, Gabriele Langner, sieht ihre Schule erst am Anfang. Sie sieht die Aufgabe der Schule darin, junge Menschen auf die Herausforderungen der Zeit vorzubereiten. Eine dieser Herausforderungen sei Fairtrade. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, die Lücke zwischen Einstellung und Tun zu schließen. Wir brauchen engagierte Schüler und Eltern, die dem Label Leben einhauchen“, erklärte Langner. Wobei die Fair­trade-Urkunde ein weiterer Mosaiksteinchen sei. Schließlich ist das EMG bereits Umweltschule und Nachhaltigkeitsschule.

Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz zeigte sich von der Einstellung und dem großen Engagement begeistert. „Den Titel Fairtrade bekommt man nicht geschenkt“, erklärte er. Die Kriterien, die es zu erfüllen gelte, seien schwer zu bewerkstelligen. Gemeinde und Ernst-Mach-Gymnasium aber hätten sie durch ihr Engagement erfüllt.

Der Titel wird übrigens nur für die Dauer von zwei Jahren vergeben Danach können sich Schule und Gemeinde erneut darum bewerben, müssen dann aber wieder alle Kriterien neu erfüllen.

Faire Produkte sind in Haar in vielen Läden erhältlich. Erkennbar sind sie am Fair­trade-Label. Viele haben zudem ein Bio-Siegel. Eine Übersicht gibt es im Internet unter www.fairtrade-deutschland.de/ein­kaufen.

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