Mega-Chor mit 2100 Münchnern

Aufführung des Luther-Oratorium in der Olympiahalle am 18.März

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Am Samstag proben die 2100 Sänger zum letzten Mal vor ihrem Auftritt am 18. März.

2100 Sänger – fast alles Amateure aus München – 13 Solisten, ein Orchester, eine Band und mehrere Dirigenten. Eine Riesentruppe, die nun zum letzten Mal vor dem Auftritt des Luther-Oratoriums in der Olympiahalle probt.

Wie es ist, mit so vielen Laien-Sänger einen Profi-Auftritt hinzulegen, das hat Hans-Georg Stapff verraten. Der 54-Jährige ist einer von drei Dirigenten der Show.

Herr Stapff, Sie sind seit 33 Jahren Dirigent. Haben Sie schon jemals mit so vielen Menschen gearbeitet?

Noch nie. Aber als ich angefragt wurde, sagte ich sofort zu. Es ist Wahnsinn, was einem von so vielen Leuten für eine Energie und Begeisterung entgegen kommt.

Was ist für Sie herausfordernd bei 2100 Sängern?

Dass ich nicht jede Stimme einzeln hören kann, sondern nur den gesamten Einsatz. Aber es funktioniert. Nach jeder Probe habe ich allerdings einen heftigen Muskelkater, ich gebe den Takt automatisch mit größeren Bewegungen vor.

Warum tragen alle Sänger Weiß?

Sie sind quasi unser Bühnenbild und werden in unterschiedlichen Farben angestrahlt – da passt Weiß einfach am besten. Vorne sind die 13 Solisten, die die verschiedenen Rollen spielen, also zum Beispiel Martin Luther oder einen Buchbinder, und dahinter steht der Chor. Der hat aber viele eigene Aussagen und Stücke und ist sehr wichtig, deswegen heißt es nicht Musical, sondern Oratorium.

Wie viele Lieder haben die Sänger einstudiert?

Es sind 21 verschiedene Songs beziehungsweise Szenen. Es geht um Martin Luther, der gegen jeden Widerstand um seine Ideen und Thesen kämpft.

Sind Sie nervös, so kurz vor der Aufführung?

Nein, ich bin vor allem traurig, dass es bald wieder vorbei ist. Das ist etwas ganz Besonderes!

hki

Das Oratorium wird zum 500. Jubiläum der Reformation am Samstag, 18. März , um 19 Uhr in der Olympiahalle gezeigt. Infos unter www.luther-oratorium.de

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