Von Haidhausen zum Heizkraftwerk

Provisorischer Umzug des Gasteigs nach Sendling?

Eine Machbarkeitsstudie soll prüfen, ob ein temporärer Gasteig auf dem Gelände des Heizkraftwerkes Süd in Sendling entstehen kann.
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Eine Machbarkeitsstudie soll prüfen, ob ein temporärer Gasteig auf dem Gelände des Heizkraftwerkes Süd in Sendling entstehen kann.

Haidhausen/Sendling: Eine Machbarkeitsstudie soll prüfen, ob der Gasteig während der Sanierung nach Sendling ziehen kann.

Zieht Münchens Kulturtempel bald auf das Gelände beim Heizkraftwerk Süd nahe der Brudermühlbrücke? Zumindest Gasteig-Chef Max Wagner und dem Aufsichtsrat scheint diese Vorstellung zu gefallen. Sie haben nun eine Machbarkeits­studie für das temporäre Ausweichquartier in Auftrag gegeben.

Ab 2020 soll das Kulturzen­trum saniert werden, das hat der Stadtrat im April abgesegnet (Hallo berichtete) – doch bei den Verantwortlichen wird seitdem händeringend nach Ersatzstandorten für die Zeit der Umbauarbeiten gesucht. Mehrere Flächen waren bereits im Gespräch – „das optimale Grundstück, das für die Zeit der Sanierung den ganzen Gasteig aufnehmen könnte, war noch nicht dabei“, wie Gasteig-Sprecher Michael Amtmann erklärt. Bei einem Antrittsbesuch Wagners, der seit März den Gasteig leitet, hatte Stadtwerke-Chef Florian Bieberbach kürzlich das Gelände beim Heizkraftwerk als potentielles Ausweichquartier ins Gespräch gebracht.

„Das Areal an der Hans-Preißinger-Straße bietet viele Faktoren, die für einen temporären Gasteig optimal wären“, sagt Amtmann. „Die zentrale Lage in Sendling, die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, eine große Fläche die dem gesamten Gasteig Platz bieten könnte – die Liste ist lang.“

Nun soll eine Machbarkeitsstudie Aufschluss darüber geben, ob die zündende Idee überhaupt weiter verfolgt werden kann. Geprüft wird dabei vorrangig, ob der Konzertsaal der Philharmonie in die denkmalgeschützte

Backsteinhalle im Norden des Geländes verlagert werden kann, oder ob andernfalls ein Konzertsaal in Holzbauweise als Interimslösung auf dem Gelände Platz fände. Außerdem soll herausgefunden werden, inwieweit andere Einrichtungen des Kulturtempels – Stadtbibliothek, Volkshochschule und die Hochschule für Musik und Theater – auf dem Gelände integriert werden könnten.

Aktuell sind sie alle unter einem Dach in der Rosenheimer Straße untergebracht – auf etwa 24 000 Quadratmetern. Noch größer ist das Areal nahe des HKW-Süd: Es misst insgesamt etwa 27 000 Quadratmeter. „Ein weiterer Punkt, der für dieses Gelände spricht“, meint Amtmann,

„in Riem hätte voraussichtlich nur der Holzbau für den Konzertsaal Platz.“ In Sendling bestünde hingegen die Chance, dass ein Großteil der Einrichtungen zusammenbleibt – was auch Gasteig-Chef Max Wagner befürwortet: „Alle großen Kultureinrichtungen unter einem Dach – der Gasteig ist ein Erfolgsrezept. Dass das nun möglicherweise auch während der Sanierung so bleiben kann, ist eine Vorstellung, die uns begeistert.“

Vanessa Hahn

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