Nach acht Monaten Bauzeit

Pilotprojekt am Rosenheimer Platz soll Pfingsten fertig sein

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Helle Akzente in dunkler Nacht: Künftig sollen eine Anzeige mit Abfahrtszeiten und eine Informationstele den S-Bahn-Abstieg am Rosenheimer Platz erleuchten.

Haidhausen - Nach langem Umbau soll der Einstieg an der Weißenburger Straße Ende Mai wieder geöffnet werden

Viel Glas, Effektlichter, modernste Technik und Rolltreppen: so soll er werden, der neue Untergrund-Einstieg an der Weißenburger Straße. Noch müssen die Bürger am Rosenheimer Platz Umwege über die vierspurige Rosenheimer Straße in Kauf nehmen, um zur S-Bahn zu kommen – seit Oktober sorgt das für Unmut.

Ein Sprecher der Bahn erklärt die lange Bauphase: „Während der Frosttemperaturen konnte nicht weiter gebaut werden. Seit Mitte März haben wir die Arbeiten wieder aufgenommen. Eine Glasfassade wird eingebaut und die neue Beleuchtungsanlage installiert.“

Bis die Haidhauser den S-Bahn-Zugang wieder nutzen können, wird es wohl noch bis Ende Mai dauern.

Bauingenier Youssef Bensalah, der das Projekt im Auftrag der Deutschen Bahn betreut, erklärt: „Bis Pfingsten sind alle Gewerke aufeinander abgestimmt und vom TÜV abgenommen. Dann wird für den Personenverkehr geöffnet.“ Vor der Winterpause wurden schon die Fahrtreppe ausgetauscht, Bodenbeläge erneuert und mit einer Bodenheizung ausgestattet, die Hebeanlage zum Abpumpen von Niederschlagswasser erneuert, die Leitungen für einen Zugzielanzeiger und eine Infostele verlegt und die Stromanlage überarbeitet.

An dem „Muster-Treppenhaus“ werden verschiedene Bausteine und Materialien wie Glas oder Naturstein getestet, die im Rahmen der Revitalisierung der unterirdischen Personenverkehrsanlagen bald auch an den anderen Tunnelstationen zum Einsatz kommen könnten. Effektlicht, Sicherheitslicht, Hinterglasbeleuchtung und Rolltreppenbeleuchtung – das muss stimmig sein. Bauingenier Bensalah: „Dieser S-Bahn-Abgang ist eine hochkomplexe Baustelle. Nicht nur, dass hier viele Leitungen zusammenlaufen, etwa Telefon, Strom, Lüftung oder Wasser. Auch die Tatsache, dass wir wenig Platz für eine Baustelle hatten, war eine Herausforderung.“

Wenn alles passt, wird das Muster-Modell des Projekts „Zukunft Bahn“ Schule machen und als Vorlage für zukünftige S-Bahn-Zugänge in München dienen. Marie-Julie Hlawica

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