Augustiner steigt aus

Kein Augustiner-Stüberl im Maxwerk

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Großer Protest: Die Viertelbewohner aus Au-Haidhausen waren gegen die Augustiner-Pläne.

Au-Haidhausen - Die Pläne für einen Gastronomiebetrieb der Traditionsbrauerei  im ältesten Wasserkraftwerk der Stadt lösen sich in Luft auf

Neues Kapitel im Streit um das Maxwerk: „Augustiner wird eine mögliche Gastronomie im Maxwerk nicht betreiben“, gab die Brauerei bekannt. Damit respektiere man den Willen der betroffenen Bevölkerung, vehement vertreten vom Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen. 

Doch das ist nicht der einzige Grund: Nach langen Diskussionen wurde das gastronomische Konzept auf Wunsch des Bezirksausschusses derart verkleinert, dass Augustiner kaum eine Möglichkeit sieht, es wirtschaftlich zu betreiben. So stünde die Münchner Traditionsbrauerei als doppelter Verlierer da – finanziell und moralisch im Ansehen der Viertelbewohner. 

Stadtwerke sind überrascht

Die Stadtwerke München, denen das Maxwerk gehört, wurden von dieser Entscheidung überrascht. „Wir bedauern diese Entscheidung, können sie aber unter diesen Umständen nachvollziehen“, so SWM-Sprecher Michael Solic. Daher prüfen die Stadtwerke nun, wie mit Münchens ältestem Wasserkraftwerk weiter verfahren werden soll.

Die Vorsitzende des BAs Au-Haidhausen, Adelheid Dietz-Will, ist überglücklich über die Entscheidung von Augustiner.

„Wir werden feiern“, jubelt Adelheid Dietz-Will, Vorsitzende des BA Au-Haidhausen. Seit erste Gespräche über eine gastronomische Nutzung aufkamen, regte sich heftiger Widerstand im BA. 

„Es ist eine der letzten großen Wiesen, ein Rückzugsgebiet für Familien“, erklärt Dietz-Will die Ablehnung für einen großen Betrieb. „Eine kleine Gastronomie hingegen können wir uns gut vorstellen. Das haben wir auch einstimmig im BA beschlossen.“

S. Kläsener

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