Orleansplatz

Haidhausen: Einigung im Brunnenstreit am Orleansplatz

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Der Orleansplatz soll auch während des Baus der zweiten Stammstrecke ein Treffpunkt bleiben.

Haidhausen: Der Bezirksausschuss und Stadt finden eine Übergangslösung.

Die zweite Stammstrecke – kaum ein anderes Thema erhitzt die Gemüter derzeit mehr. So auch bei der Frage, was aus dem Brunnen am Orleansplatz wird. Bereits im De­zember hatte der Bezirksausschuss (BA) Au-Haidhausen beschlossen, eine Forderung an die MVG zu stellen: Nach Abschluss der Bauarbeiten soll das Rondell in der bisherigen Form wiederhergestellt und Baumpflanzungen als Ersatz für die gefällten Bäume erfolgen. Ursprünglich hatte die MVG dem auch zugestimmt, jedoch wurden dann Pläne veröffentlicht, den Brunnen im Sommer wie Winter unter der Holzverkleidung zu lassen – inakzeptabel für die Mitglieder des BA.

Im Fall des Brunnens treffen ungünstige Umstände aufeinander: die Brunnentechnik ist veraltet, daher würde die vollständige Wiederherstellung laut den Stadtwerken sechs Monate dauern und 150 000 Euro kosten. Da jedoch im Herbst 2018 die Hälfte des Brunnen abgerissen werden muss, um Platz für die Bauarbeiten der zweiten Stammstrecke zu machen, ist eine Instandsetzung für nur ein Jahr nicht sinnvoll – darin sind sich Stadtwerke und die BA-Vorsitzende Adelheid Dietz-Will (SPD) einig.

Nun haben BA und Stadt eine Übergangslösung vereinbart. Die Holzverkleidung wird zum Teil so gelassen wie bisher, die Steinfiguren an den Enden des Brunnens werden freigelegt. Um wieder besser vor Lärm geschützt zu sein, werden Bäume gepflanzt, die mindestens zwei Meter hoch sind. „In den Wohnungen am Orleansplatz wohnen vor allem alte Leute und Familien“, erklärt Adelheid Dietz-Will. Daher soll das gesparte Geld, da der Brunnen nicht instandgesetzt wird, beiseite gelegt werden, um nach den Bauarbeiten den Platz nach den Vorstellungen des BA neu zu gestalten.

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