Musical statt Kartoffeln

„Fack ju Göhte“ kommt ins Werksviertel am Ostbahnhof

Derzeit kann man sich noch nicht vorstellen, dass hier bald Darsteller vor rund 700 Zuschauern auftreten, denn die Arbeiten sind noch in vollem Gange.
1 von 11
Derzeit kann man sich noch nicht vorstellen, dass hier bald Darsteller vor rund 700 Zuschauern auftreten, denn die Arbeiten sind noch in vollem Gange.
Derzeit kann man sich noch nicht vorstellen, dass hier bald Darsteller vor rund 700 Zuschauern auftreten, denn die Arbeiten sind noch in vollem Gange.
2 von 11
Derzeit kann man sich noch nicht vorstellen, dass hier bald Darsteller vor rund 700 Zuschauern auftreten, denn die Arbeiten sind noch in vollem Gange.
So soll das neue Musical-Haus ausschauen.
3 von 11
So soll das neue Musical-Haus ausschauen.
4 von 11
5 von 11
6 von 11
7 von 11
8 von 11

Haidhausen: Hallo hat die Baustelle besucht und Bilder geschossen.

Während bis vor kurzem noch Kartoffeln in der Halle gelagert wurden, stehen ab 23. Januar 18 Darsteller für das Musical „Fack ju Göhte“ auf der Bühne. Denn aus der einstigen Lagerhalle wird ein Musical-Haus. Die Bühne befindet sich auf der Ebene der rund 700 Zuschauer. Drei Seiten werden von den Rängen eingefasst – es erinnert etwas an eine Turnhalle. Passt, denn „Fack ju Göhte“ spielt in der Schule.

Dahinter steckt die Produktionsfirma „Stage Entertainment“, die „König der Löwen“ und „Cats“ produziert. Die Firma hat zehn feste Theater in Deutschland. Jetzt auch eins in München! An der Isar ist es übrigens das erste Musical-Haus, das über Monate nur eine Produktion auf die Bühne bringt.

„Wir hatten schon lange vor, so ein Haus in München zu realisieren“, sagt Sprecher Stephan Jaekel. Aber: Früher war es seitens der Stadtspitze immer nur vor den Toren der Stadt möglich. „Wir wollten aber innerhalb des Mittleren Rings sein.“ Vor einem Jahr wurde es dann konkret, das Musical-Theater in der einstigen Pfanni-Lagerhalle umzusetzen.

Zur Architektur passt auch das Musical „Fack ju Göhte“ – „da eigent sich kein roter Plüsch“, so Jaekel. Riesige Beton-Träger, die bis unter die Decke reichen, teilen die Halle in zwei Bereiche. Auf der einen Seite werden Bühne und Zuschauerraum sein, auf der anderen sind Garderoben, Technik-Räume, Requisitenbereiche und Büros geplant.

Wer auf der Bühne stehen wird, wird noch nicht verraten – aber die Darsteller stehen fest. Nur soviel: Elyas M’Barek, der Zeki Müller im Film spielt, und Co. werden es nicht sein. „Er kann nicht singen“, sagt Jaekel und lacht. Die Idee, den Stoff auf die Musical-Bühne zu bringen, kam von Constantin Film. „Wir waren gleich begeistert“, sagt Stage Entertainment-Geschäftsführerin Ursula Neuss. Nun musste der Film-Stoff in ein Musical-Gewand übertragen werden – samt Musik. „Hip-Hip und Rap werden maßgebend sein, aber auch Balladen“. Es sei eine „Gradwanderung“, man wolle ja nicht nur Jugendliche ansprechen, sondern die breite Masse.

Thematisch orientiert sich das Musical „am ersten Teil des Films“. Achtmal pro Woche soll es aufgeführt werden, mindestens ein Jahr lang. Als Konkurrent zum Deutschen Theater sieht Stage sich übrigens nicht, dort laufen Stage-Tourproduktionen. Daran soll sich aber nichts ändern. Die Kosten für den Umbau des rund 1000 Quadratmeter großen Gebäudes belaufen sich auf 5,5 Millionen Euro. I. Weinzierl

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Ein Rekord-Riesenrad für das Werksviertel
Ein Rekord-Riesenrad für das Werksviertel
Schwups! Hier springt die Tram aus den Schienen
Schwups! Hier springt die Tram aus den Schienen

Kommentare