Ausstellung „Bildergeschichten aus Haidhausen“

Eine Liebeserklärung ans alte Haidhausen: Sabine Jörg zeigt mit Bildern die Geschichte des Viertels

Heute kaum vorstellbar: So sah die Rosenheimer Straße vor über 30 Jahren aus. Diese und weitere Szenen des damaligen Alltags in Haidhausen kann man jetzt in einer Foto-Austellung bewundern.
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Heute kaum vorstellbar: So sah die Rosenheimer Straße vor über 30 Jahren aus. Diese und weitere Szenen des damaligen Alltags in Haidhausen kann man jetzt in einer Foto-Austellung bewundern.
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Haidhausen: „Es war Liebe auf den ersten Blick.“ So schwärmt Sabine Jörg (Foto) von München – und ganz besonders von Haidhausen!

1973 kam die gebürtige Bremerin an die Isar und wollte nie wieder weg. Jetzt zeigt die Autorin, die auch als Fotografin arbeitet, ihre Aufnahmen aus dem Viertel in der Ausstellung „Bildergeschichten aus Haidhausen“. Zu sehen ist die Schau bis Freitag, 30. Juni, in der Werkgalerie im Einstein 28, Einsteinstraße 28 (geöffnet ist von 8 bis 22 Uhr).

Jörgs Motive zeigen, dass sich kaum ein Münchner Viertel seit den 1980er-Jahren so verändert hat wie Haidhausen. Damals fanden Arbeiter, Handwerker und Kleingewerbetreibende dort ein Zuhause. Es galt: „Wer hier lebte, gehört einfach dazu, egal, ob er oder sie nun wie ich Preußisch redete oder schönstes Münchnerisch.“ Mittlerweile sei es ein schickes Viertel, in dem junge wohlhabende Familien in großzügigen, renovierten Wohnungen leben. „Zum Glück gibt es immer noch oder auch wieder kleine handwerkliche Betriebe, Kneipen und Plätze, wo auch Ur-Haidhauser sich wohl fühlen“, erklärt Sabine Jörg. Sie freut sich, dass dank vieler Kinder das Viertel heute so lebendig ist.

Die Ausstellung soll für zwei Generationen sein: für die Alten, um ihnen ein Stück Vergangenheit zurückzugeben, und für die Jungen, die sich kaum vorstellen können, dass es damals ein Wannen- und Brausebad gab für Anwohner, die kein fließendes Wasser hatten.

Das Projekt schlummerte in der Schublade, bis Jörg 2015 das Buch „Wiedersehen in Haidhausen“ schrieb. Danach ließ sie ihre Bilder analog vergrößern, um „die Poesie des Stadtviertels und seine Stimmungen einzufangen“. Die gebürtige Bremerin reist gerne, sagt aber: „Dauerhaft leben kann ich nur in München.“
sab

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