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Hier entsteht ein „schönes Werk“

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Lange war der denkmalgeschützte Tower in Riem ein „Ladenhüter“. Bald wird er jedoch wieder mit Leben erfüllt sein — als Teil der neuen Firmenzentrale des medizintechnischen Unternehmens Brainlab. Jetzt wurde im Beisein von Bürgermeister Josef Schmid das Richtfest gefeiert.
Lange war der denkmalgeschützte Tower in Riem ein „Ladenhüter“. Bald wird er jedoch wieder mit Leben erfüllt sein — als Teil der neuen Firmenzentrale des medizintechnischen Unternehmens Brainlab. Jetzt wurde im Beisein von Bürgermeister Josef Schmid das Richtfest gefeiert. © mck

Jahrzehnte lang stand er leer — der alte Flughafen-Tower in Riem. Nun wird er aufwendig saniert und anschließend die Firmenzentrale des Medizintechnik-Unternehmens Brainlab AG. Am Donnerstag war das Richtfest.

In 37 Metern Höhe einen Kaffee genießen, mit einzigartigem Blick auf die Stadt München sowie die Alpen — das können bald die Mitarbeiter der Brainlab AG. Anfang 2017 sollen die ersten von ihnen die Firmenzentrale im alten Flugzeug-Tower in Riem beziehen. „Ich bin überwältigt, was hier bereits entstanden ist“, sagt Stefan Vilsmeier, Vorstandsvorsitzender der Brainlab AG am Donnerstag beim Richtfest. Und tatsächlich wirkt das Gebäude bereits im Rohzustand imposant: In dem riesigen Erdgeschoss haben sich rund 1000 Mitarbeiter und Gäste versammelt und blicken fasziniert zur 35 Meter hohen Decke empor, an der der Richtkranz befestigt ist. „Ein schönes Werk ist uns gelungen“, sagt der Polier in seinem Richtspruch.

Das finden auch Vilsmeier und der Bauherr und Projektentwickler Wolfgang Roeck von Wöhr + Bauer und freuen sich besonders über die Schnelligkeit, mit der das Projekt vorangetrieben wird. „Vor einem Jahr standen wir noch in einer zwölf Meter tiefen Baugrube“, erinnert sich Roeck an den Aushub von 70.000 Kubikmetern Erdreich. „In den vergangenen Monaten wurden 22.500 Kubikmeter Beton gegossen und 4300 Tonnen Stahl verlegt“, sagt der Bauherr. Nun laufe der Innenausbau auf Hochtouren. Dabei sei der Tower ziemlich marode gewesen, wie Roeck anmerkt. „Da haben wir schon einiges an Arbeit reinstecken müssen.

Besonders stolz sind er und Vilsmeier auf die Fassade: „Die Screen-Fassade ist eine logische Ergänzung zu dem bestehenden Vorplatz der Messe München.“ Die integrierte Linienbeleuchtung der 9000-Quadratmeter-Fassade werde das nächtliche Bild der Messestadt nochmals aufwerten.

Auch als Wirtschaftsstandort wird München durch die neue Firmenzentrale aufgewertet, findet Münchens zweiter Bürgermeister Josef Schmidt: „München gewinnt mit der Brainlab AG ein innovatives und überaus erfolgreiches Vorzeigeunternehmen.“ Er wünscht sich, dass der Flughafen-Tower als Leuchtturm in der Medizintechnik weltweit Bedeutung finden wird.

Bereits im Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und der Umzug der rund 1000 Mitarbeiter der Brainlab AG von Feldkirchen in die neuen Büroräume nach Riem erfolgen. 24.500 Quadratmeter stehen hier insgesamt zur Verfügung.

„Hier finden wir die optimalen Voraussetzungen, um unser kontinuierliches Wachstum der vergangenen Jahre weiter fortzusetzen“, sagt Vilsmeier. Neben der Sky-Lounge und den Büroräumen wird es ein Fitnesscenter und ein Yoga-Studio für die Mitarbeiter geben.

Die Brainlab AG entwickelt, produziert und vertreibt softwaregestützte Medizintechnik für präzise, minimal-invasive Eingriffe. Das 1989 gegründete, mittelständische Unternehmen beschäftigt 1300 Mitarbeiter an 19 Standorten weltweit und ist mit mehr als 9000 installierten Systemen in fast 100 Ländern unter den Marktführern.

Tanja Buchka

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