Alkohol und Drogen – riskante Beifahrer

Immer wieder kommt es zu folgenschweren Verkehrsunfällen, weil sich Fahrzeugführer alkoholisiert oder drogenberauscht ans Steuer setzen.

Allein im Bereich des Polizeipräsidiums München (Stadt und Landkreis München) ereigneten sich in den letzten drei Jahren insgesamt 2365 Verkehrsunfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, bei denen mehr als 1150 Menschen verletzt und 20 getötet wurden. Dies zeigt, wie gefährlich Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sind und dass viele Kraftfahrer sich dieser Gefahr offenbar immer noch nicht bewusst sind. Allein im Jahr 2007 mussten in München z.B. mehr als 7500 Kraftfahrer wegen Alkohol oder Drogen am Steuer angezeigt werden. Hohe Bußgelder Seit 1. Februar sind die Bußgeldsätze für Alkohol- und Drogendelikte verdoppelt worden. Bereits bei mehr als 0,5 Promille werden beim 1. Verstoß 500 Euro Bußgeld fällig. Hinzu kommt ein Eintrag von 4 Punkten in das Verkehrszentralregister sowie ein Fahrverbot von einem Monat. Gerade im Hinblick auf die kommende Starkbiersaison ist die Versuchung erfahrungsgemäß besonders groß, nach einem Veranstaltungsbesuch alkoholisiert oder drogenberauscht am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Münchner Verkehrspolizei weist deshalb auf die besonderen Unfallgefahren im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenfahrten hin. Bereits bei 0,5 Promille Alkohol ist z.B. das Risiko, in einen tödlichen Unfall verwickelt zu werden, verdoppelt, bei 0,8 Promille sogar vervierfacht. Grund hierfür sind u.a. alkoholbedingte Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie eine steigende Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung. Ähnliche Ausfälle treten bei Rauschdrogen wie z.B. Cannabis (Haschisch und Marihuana) auf. Intensivere Kontrollen Die Münchner Verkehrspolizei intensiviert derzeit ihre Verkehrskontrollen. Sie sind keine Schikane, sondern sollen helfen, Leben zu retten. Tipps der Polizei • Bestimmen Sie spätestens zu Beginn einer Feier oder Veranstaltung eine Person, die keinen Alkohol konsumiert und die andere Personen sicher nach Hause bringen kann. • Kümmern Sie sich schon vor Beginn einer Feierlichkeit um eine Abholmöglichkeit. • Benutzen Sie für die Heimfahrt vom Veranstaltungsort öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi. Sorgen Sie notfalls für eine Übernachtungsmöglichkeit am Veranstaltungsort.

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