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"Ach den kennt doch jeder"

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Haar: Verabschiedung des langjährigen Hauptschullehrers Dieter Hagedorn

Seit 1994 war Dieter Hagedorn als Lehrer an der Hauptschule in Haar tätig. Jetzt verabschiedete er sich in den wohlverdienten Ruhestand. „Er war ein Lehrer, der immer für seine Schüler da war, der sie unterstützt hat, wo es nur ging. Aber er war auch für seine Kollegen da. Ich kann nicht sagen, dass er einem nicht geholfen hat“, mit diesen Worten verabschiedete und würdigte Konrektorin Christa Beyer auf der Schulvorversammlung Dieter Hagedorn nach 14 Jahren Dienst an der HSH, der Hauptschule Haar. In seinem ersten Schuljahr an der Hauptschule übernahm Hagedorn die Übergangsklasse, später war er Lehrer für die Klassenstufen 7 bis 9. Immer wieder half er Schülern, Lehrstellen zu suchen und wurde bei vielen Betrieben vorstellig, um für seine Schüler zu werben. Hatte ein Schüler Probleme, versuchte Dieter Hagedorn immer auch ein Stück Lebenshilfe zu geben. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wurde daher bei dem engagierten Lehrer groß geschrieben. Zu seinem „Markenzeichen“ gehörte es, dass er die Eltern seiner Schüler nicht zu sich in die Schule bat, sondern er die Sprechstunden vor Ort bei den Eltern im Wohnzimmer abhielt. Sein Engagement ging dabei weit über das hinaus, was man von einem Lehrer erwarten kann. Er trat hier nicht nur als Erzieher in Erscheinung, sondern auch als Lebensberater, Sozialarbeiter und Psychologe. Zu ihm konnte jeder kommen, der ein Problem hatte. „Ach, den kennt doch jeder“, rief einer der in der Turnhalle versammelten Schüler aus, als das Gespräch zum ersten Mal auf Dieter Hagedorn kam. Respektlos klang das keineswegs. Denn auch bei den Schülern, die nicht in seiner Klasse waren, erfreute sich Dieter Hagedorn größter Beliebtheit – und bekannt ist er bei wirklich jedem. Seine Schüler wussten stets, was sie an ihm hatten: „Sie sind in gewisser Weise Mensch geblieben – und das in Ihrer Position“, sagten die beiden Schulsprecherinnen Daria und Steffi in ihrer Rede abschließend. Das aus dem Mund von Schülern ist für einen Lehrer wohl das größte Lob. (KF)

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