410.000 Euro mehr

Der Rathaus-Umbau wird teuerer als geplant. Die Investitionen steigen um rund 410.000 Euro. Der ursprüngliche Kostenvoranschlag der Architekten Goergens und Miklautz lag bei 2,9 Millionen Euro, Mobiliar nicht inbegriffen. „Wir leisten uns keinen Luxus, sagt Bürgermeister Helmut Dworzak. Die Mehrkosten kommen allein durch technisch-bauliche Notwendigkeiten und höhere Materialpreise zustande“.

So verdoppeln sich die Abbrucharbeiten um 82.800 Euro. Weitere 107.000 Euro an Zusatzkosten bringt allein die Ausschreibung für das komplette Tragwerk, also Wände, Decken, Fassade, Dach. Für die reinen Dacharbeiten hat sich die Bautechnik die Wartung mit einer Gewährleistung für 20 Jahre anbieten lassen. Zudem sollen nun beide Anbauten mit Solaranlagen ausgerüstet werden. Die zusätzliche Dachentwässerung wird mit 31.500 Euro angesetzt. Tiefer in die Tasche greifen muss das Rathaus auch für den Kran, der auf dem Rathaus-Vorplatz aufgestellt wird. Wie bereits berichtet, müssen alle Baustoffe und Abbruchteile über das Dach des Rathaus-Foyers gehievt werden. Das Gerät mit einer Traglast von bis zu 2,7 Tonnen bei einer Spannweite von 45 Metern kostet dreimal mehr als in der Grobkalkulation angenommen. Auch der Brandschutz fordert zusätzliche Ausgaben. So müssen im Altbau alle doppelflügeligen Türen in den Treppenhäusern ausgetauscht und den neuen DIN-Normen angepasst werden. Zusammen mit der neuen Stahlinnentreppe schlagen hier 48.000 Euro zu Buche. Überrascht wurden die Planer von den Kosten für die Ertüchtigung der alten Aufzuganlagen. „Die technische Anpassung liegt mit 109.000 Euro bei Neubaupreisen“, sagt Bauleiter Reimar Pfalz-Liebert von der Bautechnik. Bauen im Bestand sei immer schwieriger als neu zu bauen, stellt der Hochbauingenieur fest, zudem es sich um ein denkmalgeschütztes Ensemble handele. Man sei bemüht, zusammen mit den Firmen Kosten zu sparen, wo es nur gehe. Bürgermeister Helmut Dworzak: „Uns wäre es sicher lieber gewesen, die Architekten hätten von Anfang an mit höheren Risikozuschlägen gearbeitet. Eine Alternative zur Rathauserweiterung hat es so und so nicht gegeben.“

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