16-jähriger Christoph rettet Freundin

Conny (20) wäre wahrscheinlich ertrunken, hätte Christoph Schwarz (16) nicht trotz Dunkelheit und eiskalten Wassers die Freundin beherzt aus dem Riemer See gezogen.

Nicht immer ist es der tiefe Teil des Riemer Sees, in dem Menschen in Schwierigkeiten geraten. Vor zwei Wochen kam eine 20-jährige auf dem Heimweg von einer Fete in der Buga-Kleingartenanlage vom Weg ab und landete nahe der Brücke im See. Zwar konnte die junge Frau noch stehen, verlor aber in dem von Wasserpflanzen bewachsenen Uferbereich völlig die Orientierung. Christoph Schwarz, der mit Conny und anderen Jugendlichen auf dem Heimweg von der Party war, bemerkte unterwegs, dass er seinen Rucksack im Schrebergarten vergessen hatte und lief nochmals zurück. Als er dann in Höhe des Riemer Sees die Vorausgehenden einholte, fehlte Conny. Christoph und die anderen Jugendlichen hörten die Freundin laut um Hilfe rufen, sie steckte im Ufergestrüpp fest, hatte die Orientierung verloren und geriet mehr und mehr in Panik. Nur Christoph handelte, schlüpfte aus den Schuhen, warf Schlüssel und Handy ans Ufer und marschierte todesmutig ins eisige Wasser. Gerade noch rechtzeitig erwischte er die desorientierte, junge Frau, die inzwischen das Bewusstsein verloren hatte. Mühsam zog er Conny ans Ufer, bettete sie in stabiler Seitenlage und verständigte gemeinsam mit den anderen Jugendlichen Notarzt und Feuerwehr. Die Sanitäter nahmen Conny mit ins Krankenhaus, wo sie eine Nacht zur Beobachtung bleiben musste. Christophs Mutter, Alexandra Schwarz, berichtete der HALLO-Redaktion, dass Christoph schon öfter geholfen habe. „Wir wohnen in der Kreillerstraße, ein Mann lag bewusstlos im Vorgarten. Die anderen Leute haben zwar geschaut, sind aber vorbeigegangen. Christoph hat die Rettung gerufen“, sagt Alexandra Schwarz. Auch an der U-Bahn-Station Kreillerstraße habe ihr Sohn für eine bewusstlose Frau die Sanitäter alarmiert. Wieder einmal hätten die anderen Leute nur zugeschaut und nichts unternommen. Für Christoph allerdings sei es schon immer selbstverständlich gewesen, Menschen in Not zu Hilfe zu kommen. Dieses Beispiel sollte Schule machen! Gabriele Mühlthaler

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