Zur Finanzierung der Austragungsstätte der Landesgartenschau in Kirchheim

Keine Einsparungen, aber eine Obergrenze

Am 15. Mai 2024 wird in Kirchheim die Landesgartenschau eröffnet. 16 Millionen Euro kostet das Projekt, für das jüngst eine Baukostenobergrenze beschlossen wurde.
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Am 15. Mai 2024 wird in Kirchheim die Landesgartenschau eröffnet. 16 Millionen Euro kostet das Projekt, für das jüngst eine Baukostenobergrenze beschlossen wurde.

Der Ortspark in Kirchheim darf nur 16 Millionen Euro kosten. Die Gesamtbaukosten werden allerdings gedeckt und die Gemeinde erhält Zuschüsse in Höhe von 8,8 Millionen Euro.

ostenschätzungen können entweder zutreffen oder komplett daneben liegen – je nach dem Zeitraum, in dem sie getroffen wurden. Ein „Blick in die Vergangenheit und Zukunft“ beschäftigt aktuell die Gemeinde Kirchheim bei ihrem Projekt „Ortspark“ zur Landesgartenschau 2024 (Eröffnung 15. Mai). So wurden im Mai 2020 Gesamtkosten in Höhe von 15.028.815 Euro prognostiziert, die dann im Januar 2021 bereits auf 16.738.808 Euro gestiegen sind. Durch diverse Einsparungen (483.676 Euro) ergaben sich dann 16.163.233 Euro, was eine Steigerung von 7,55 Prozent gegenüber der Schätzung vom Jahr 2020 bedeutete. Die Mehrkosten von 1.436.969 Euro entstanden durch zahlreiche, auch von der Gemeinde beauftragte Änderungen. Die größten Posten waren unter anderem die Planungs-Fortschreibung (514.000 Euro), Erhöhung der Spielgeräte (200.000 Euro), nördliche Ufermauer des Landschaftssee (128.000 Euro) und Sondergestaltung der vier Bushaltestellen (118.000 Euro). In mehreren Sitzungen wurde zudem darüber diskutiert, verschiedene Posten nicht umzusetzen – beispielsweise die Park-Kanzel, eine 8,50 Meter hohe Aussichtsplattform (337.000 Euro), den Parkteil Nord (170.000 Euro) sowie die Parkarchitektur und Kunst (180.000 bzw. 55.000 Euro).

Dagegen sprach sich die Geschäftsführung der Landesgartenschau 2024 GmbH aus: „Jedes einzelne der genannten Einsparpotenziale würde sich negativ auf die Qualität des Parks auswirken.“ Als Kompromiss gab es dafür die Empfehlung, „die berechneten Gesamtbaukosten mit 16.000.000 Euro zu deckeln beziehungsweise diese Summe als Baukostenobergrenze festzusetzen“.

Diese Vorgabe sowie die „Nichtumsetzung“ der Einsparungen wurde in der Gemeinderatsitzung am 14. September 2021 mit großer Mehrheit beschlossen. Die beauftragte und ermächtigte damit die Geschäftsführung, den Bau des Ortsparks innerhalb dieser Baukostenobergrenze umzusetzen.

Bürgermeister Maximilian Böltl konnte bei der Abstimmung eine positive Nachricht verkünden, die die Finanzierung des Projekts „Ortspark“ zugunsten der Gemeinde beeinflusst. „Bereits im Oktober 2020 haben wir eine Förderung beantragt“. so Böltl, „die aktuell zirka 8,8 Millionen Euro Zuschüsse umfasst“. Dabei kommen jeweils vier Millionen Euro vom Freistaat Bayern und von der Europäischen Union, 800.000 Euro legt die Regierung von Oberbayern drauf. „Damit muss die Gemeinde zirka 7,2 Millionen Euro selbst finanzieren und kann somit den Ortspark gemäß der ursprünglichen Planung mit all seinen Qualitäten bauen“, erklärten unisono Geschäftsführer Maximilian Heyland und Bürgermeister Maximilian Böltl.

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