Brücke, Glockengeläut, Schule und Wohngebiet im Poinger Gemeinderat

Bautätigkeit in Poing soweit das Auge reicht

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Kommt der Gemeinde Poing zunehmend teurer zu stehen: die marode Brücke über die S-Bahn bei Grub.

Nochmals teurer wird die für den Verkehr gesperrte Gruber Brücke. Der Bebauungsplan für die neue kath. Kirche im Bergfeld kann bald zur Einsicht ausgelegt werden.  Über Poing-Süd soll ein Bebauungsplan erstellt werden.

Für den Verkehr ist sie seit Jahren gesperrt, ihr Abbruch beschlossen, aber dennoch wird die Gemeinde Poing rund 50.000 Euro zur Aufrechterhaltung des Schienenverkehrs in die so genannte Gruber Brücke heuer noch investieren müssen, wie die Grünen erstaunt feststellten. Im Oktober 2011 beschloss der Gemeinderat Poing, die Gruber Brücke abzubauen und durch eine Fuß- und Radwegbrücke zu ersetzen. Wie sonst sollten die S-Bahnnutzer den von Pliening mitbezahlten Parkplatz nördlich der Bahnlinie zur S-Bahn kommen? Danach monierte die Bahn den schlechten Zustand der Brücke und forderte eine Sonderprüfung. Diese erfolgte im Februar 2012 und hatte zum Ergebnis, dass die Tragfähigkeit zwar gegeben ist, die Dauerhaftigkeit infolge von Belag- und Betonschäden aber erheblich eingeschränkt oder gar nicht gegeben ist. Eine Behebung der wesentlichen Schäden solle noch vor der Frostperiode 2012 erfolgen, was rund 33.000 Euro kostet, des Weiteren erhält die Bahn rund 10.000 Euro für „ihre Mitarbeit“, wenn sie vor und während der Sanierungsarbeit Koordinationen zu treffen hat. Mit Ingenieurs- und Planungskosten kommen die Grünen auf rund 50.000 Euro – ohne die Kosten für den Neubau. Die Planungen für Ab- und Neubau sollen schnell erfolgen, damit die Umsetzung bis zum Frühjahr 2014 erfolgen könne. 

Das kath. Pfarrheim ist seit langem Bestand. Dass die neue Kirche einem Bergkristall gleichen wird und das künftige Pfarrhaus direkt an der Gruber Straße stehen wird, ist bekannt. Die Träger öffentlicher Belange haben derzeit die Möglichkeit, auf möglich Schwierigkeiten und deren Abhilfe hinzuweisen. So erklärt das Erzbischöfliche Ordinariat, dass „Emissionsbelastungen der benachbarten Wohnbebauung durch die Kirchenglocken einzuschränken sind“, dass ein Kirchturm wichtige pastorale Funktion habe, weshalb das notwendige liturgisch bedingte Glockenläuten von den Anwohnern hingenommen werden muss. Wolfgang Lang (CSU) monierte, als praktizierenden Katholik wehre er sich, das Glockenläuten als Lärm zu bezeichnen. Keine Einwände hatte man im Gemeinderat, dass die akustische Zeitansage des Glockengeläuts, in der Summe nicht mehr als 10 Minuten pro Tag, in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr nicht erfolgen werde.

Das Hallenbad in der Grundschule an der Karl-Sittlerstraße ist seit langem geschlossen, die Debatte über die Sanierung des in die Jahre gekommen Schulgebäudes im Ratsgremium wie auch in Workshops seit vielen Monaten nie abschließend behandelt worden. Eine Machbarkeitsstudie soll zur Lösung führen. Einstimmig befürwortete jetzt der Gemeinderat den CSU-Antrag, mit der Gemeinde Feldkirchen und den Architekten Kontakt aufzunehmen, da die Feldkirchner Grundschule, die ähnliche viele Jashre wie die Poinger „auf dem Buckel“ hat, erfolgreich saniert habe und von der Architektenkammer als beispielgebend gelobt wurde. 

Ausschlaggeben ist, dass die Sanierung der Grundschule nicht mehr als 80 Prozent eines Neubaus kosten darf.

Poing-Süd – im Volksmund „Alt-Poing“ – ist geprägt von älteren, teils eingeschossigen Häusern mit Dach auf größeren Grundstücken. Im Bereich zwischen Post-, Karl Sittler-, Birken-, Frühlings- und Neufarner Straße soll nun ein Bebauungsplan erstellt werden, der den Ansprüchen eines allgemeinen Wohngebietes genügt und den neue Investoren ein „moderates Nachverdichten“ ermöglichen soll. Seitens der Gemeinde werde man auch für Grundstücke, bei denen die rechtliche Erschließung fehle, diese klären. Auch eine Erweiterung der Kita in der Birkenstraße wird überlegt. Bärbel Kellendorfer-Schmid (SPD) wies daraufhin, dass insbesondere die Parkplatz- und Gehwegsituation zu beachten ist. – A.R. –

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