Wichtige Weichen sind gestellt

Kirchheims Bürgermeister Heinz Hilger. Foto: privat

Kirchheims 1. Bürgermeister zum Jahreswechsel

VON HEINZ HILGER Wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Kirchheim wurden im Jahr 2011 gestellt: Nach einem Ideenwettbewerb befassten sich Planer, Bürger und der Gemeinderat mit den Anforderungen an das Wohnen in der Zukunft. Energieeffizienter Städtebau soll mit identitätsstiftenden und verbindenden Grünstrukturen verbunden werden. Im diesem Konzept werden die Anforderungen an das Wohnen der Zukunft berücksichtigt: Generationenhäuser, strukturierte Grünoasen und verbindende Elemente werden das neue Ortsbild prägen. Die künftige Umsetzung dieser Ortsplanung wird Stück für Stück erfolgen. Für einzelne Einheiten werden eigene Bebauungspläne aufgestellt. Der seit Jahren bestehende Flächennutzungsplan wird eine Neufassung erhalten, in der alle Neuplanungen der Ortsentwicklung enthalten sind. Im Jahr des Ehrenamts sind viele Veranstaltungen vom Sozialmanager Christian Freund für die Vereine angeboten worden. Höhepunkt war die Sozialmesse im November, auf der die Ehrenamtlichen Kontakte knüpfen und die Bürger sich informieren konnten. Bei der gemeindlichen Arbeit wird auch weiterhin das Engagement aller Freiwilligen in Vereinen, Kirchen und anderen Verbänden gefördert und unterstützt werden. Zwei unserer Schulen sind heuer rundum erneuert worden: Der Anbau im Gymnasium konnte leider – wegen der mangelhaften Leistungen einiger Firmen – nicht schon zum Schuljahresbeginn 2010 fertig gestellt und bezogen werden. Die Eröffnung des Anbaus musste auf Februar 2011 verlegt werden – also ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Im nächsten Bauabschnitt wird der Altbau renoviert, die Brandschutzanlage sowie die Fassade saniert. Auch der Abriss und Neubau des Hausmeisterhauses ist mittlerweile beschlossen. Dieses Projekt wird 2012/2013 in Angriff genommen. In der Grundschule II an der Martin-Luther-Straße waren und sind umfangreiche Umbauten notwendig. Der Brandschutz wurde hier ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht, außerdem die Fenster, die Toilettenanlagen, etliche Flachdachbereiche und die Klassenzimmerdecken. Die Arbeiten fanden überwiegend in der Ferienzeit statt, damit der Unterricht ungestört fortgesetzt werden konnte. Auf dem Grundstück des ehemaligen Wasserwerks und Bauhofs an der Poinger Straße 10 soll eine neue viergruppige Kindergartenanlage erstellt werden. Der Start für den Bau der Anlage kann voraussichtlich im Frühjahr/Frühsommer in Angriff genommen werden. Der Gemeinderat achtet darauf, dass die Zeitplanung im Rahmen der staatlichen Zuschusszusagen erfolgt. Deshalb wurde zuletzt auch auf die Aufstockung des Gebäudes für Erzieher-Wohnungen verzichtet. Eine weitere Attraktion, die in diesem Jahr im Betrieb genommen wurde, ist die Eis- und Stockbahn am Sportpark, die gut angenommen wurde. Die Anlage hat rund 48.000 Euro gekostet und kann im Winter auch als Eisfläche genutzt werden – sofern die Temperaturen einmal ein paar Tage lang unter Null sinken. Geothermie wird weiter ausgebaut Das Geothermieprojekt wird fortlaufend weiter geführt. Mittlerweile sind in den drei angeschlossenen Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim 40 Kilometer Fernwärmetrasse und elf Kilometer Trasse für das Transportnetz zu den Empfängern verlegt worden. Zum Energiekonzept der Gemeinde gehört auch die Bürgersolaranlagen auf dem Dach der Silva-Schule und des Bauhofs. Derzeit wird eine Studie erstellt, die geeignete Flächen für Windenergieanlagen ausweist. Mit den Ergebnissen ist demnächst zu rechnen. Das Sozialteam der Gemeinde Kirchheim hat mit Raphael Tränkle als Schulsozialarbeiter an der Silva-Schule und der Grundschule an der Martin-Luther-Straße sowie mit dem neuen Streetworker Dominik Ulbrich zwei wichtige Mitarbeiter gewonnen. Der Vertrag von Veronika Lentz als Seniorenbeauftragter wurde vom Gemeinderat verlängert, so dass das Team jetzt wieder komplett ist. Um die Finanzen der Gemeinde steht es nach dem Einbruch in den Krisenjahren 2008/09 mittlerweile wieder besser. Voraussichtlich werden heuer rund zehn Millionen Euro Gewerbesteuer eingenommen werden. Eine wichtige Einnahmequelle ist auch der Einkommensteueranteil, der von den Steuerabgaben der Bürger an die Gemeinde ausgeschüttet wird. Hier rechnen wir mit rund 7,3 Millionen Euro. Weitere Prognosen sind laut Kämmerin Christine Brunner-Ernst in der derzeitigen Wirtschaftslage schwierig.

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