Weniger Unfälle, mehr Verletzte

Die Entwicklung der Unfällen im Zuständigkeitsereich der Polizei Poing und der Polizeistation Vaterstetten. Grafik: Polizei Poing

Die Unfallentwicklung im Bereich der Polizeiinspektion Poing und der Polizeistation Vaterstetten zeigt bei den Gesamtunfallzahlen eine leicht fallende Tendenz. Bedenklich ist allerdings der Anstieg der Unfälle mit Personenschaden.

Zu insgesamt 1245 Verkehrsunfällen mussten im vergangenen Jahr die Beamten der Polizeiinspektion Poing und der Polizeistation Vaterstetten ausrücken. Das waren immerhin vier Prozent weniger als im Vorjahr. Erstmals in den letzten zehn Jahren ereignete sich kein tödlicher Verkehrsunfall, allerdings ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden auf 210 gestiegen, im Vorjahr waren es lediglich 197. Die Anzahl der Verletzten hat sich um knapp 12 Prozent auf 276 (247 im Vorjahr) erhöht. Separiert gesehen ist bei den leicht verletzten Personen ein Anstieg um 12,37 % und bei den Schwerverletzten ein Anstieg um 9,43 % im Vergleich zu den Vorjahreszahlen zu verzeichnen Hauptursache für die Unfälle waren „nicht gewährte Vorfahrt“ und Fehler beim „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Einfahren“. Die Zahl der Unfälle, die auf erhöhte bzw. nicht angepasste Geschwingikeit zurückzuführen ist, ging deutlich (um 30 Prozent) von 96 auf 67 zurück. Bei 29 dieser Unfällen waren keine Personenschäden zu beklagen. Umso bedenklicher ist jedoch, dass bei den restlichen 38 Unfälle mit 54 Verletzten im Fünfjahresvergleich ein Höchststand erreicht wurde. Ein Beleg dafür, wie wichtig die Geschwindigkeitskontrollen der Polizei sind, um diesem Trend entgegen zu wirken. Genauso wichtig sind Alkoholkontrollen, denn die auch die alkoholbedingten Verkehrsunfälle haben nach 2010 wieder zugenommen. Der zahlenmäßige Anstieg auf insgesamt 23 (20) hält sich zwar in Grenzen, zeigt aber auch, dass in diesem Bereich weiterhin Handlungsbedarf besteht. Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss waren nicht zu verzeichnen. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von jungen Fahranfänger (18 bis 24jährige) auf 123 (133) Verkehrsunfälle gesunken (- 7,5 %). Bei diesen Verkehrsunfällen wurden insgesamt 78 (64) Personen verletzt, 35 (30) davon waren junge Erwachsene. 74 dieser Unfälle wurden auch von jungen Erwachsenen verursacht. Damit sind die von dieser Altersgruppe verursachten Unfälle gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Bedenklich dabei: Fünfmal stand die Unfallfahrer unter Alkoholeinfluss und neunmal waren sie zu schnell unterwegs. Von den 137 (125) Verkehrsunfällen, an denen Senioren (über 65-Jährige) beteiligt waren, wurden 94 (82) auch von dieser Altergruppe verursacht. Dabei handelte es sich überwiegend um Unfälle mit Sachschäden. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden 72 (47) Personen verletzt, 39 (30) davon waren Senioren. Die häufigsten Unfallursachen waren dabei Fehler beim Abbiegen / Wenden und Vorfahrtsverletzungen. Bei Schulwegunfällen war im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme von sechs auf drei Unfälle zu verzeichnen. Dabei wurden drei Schüler verletzt, zwei leicht und einer schwer.

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