Wasserwachtübung am Heimstettener See

Wäh

rend über hundert Eisläufer, Eisstockschützen und Spaziergänger die Sonne am Heimstettener See genossen, tauchte ein Team der Wasserwacht Ortsgruppe Feldkirchen zu einer Eistauchübung in die Tiefe. Vorab wurde eine Stelle abgesichert und ein Stück des Eises herausgeschnitten. In dem für Passanten abgesicherten Bereich tauchten, durch ein Seil von einem Kollegen gesichert, zwei aktive Wasserwachtmitglieder unter die Eisfläche und simulierten eine Notfallrettung. Immerhin war die Wassertemperatur mit 1 bis 2 Grad wärmer als die Außentemperatur von minus 6 Grad. Solche Übungen sind sehr wichtig, denn im Ernstfall muss es schnell gehen. Bereits wenige Minuten, nachdem eine Person im Eis eingebrochen ist und mit dem kalten Wasser in Berührung kommt, werden ihre Gliedmaßen durch die Kälte schnell steif und fangen an zu schmerzen. Der Versuch einer Selbstrettung wird dadurch fast unmöglich. Im Ernstfall rückt das Rettungsteam der Wasserwacht mit Eisrettungsschlitten und einem Eisrettungsbrett aus. Die geschulten professionellen Helfer bergen eingebrochene Personen damit unter Gewährleistung der eigenen Sicherheit. Obwohl an den vergangenen Wochenenden zahlreiche Menschen auf bayerischen Seen im Eis und unter teilweise dramatischen Umständen eingebrochen sind, nehmen viele die Warnungen der Wasserwacht und der Polizei noch immer nicht ernst genug, wie sich bei einer weiteren Übung beobachten ließ. Für die Wasserwacht wurde – angesichts der wieder steigenden Temperaturen – das Eis nur für eine Übung kurz freigegeben. Trotz mehrfacher eindringlicher Bitten, das Eis zu verlassen, hielten sich zahlreiche Spaziergänger mit Kinderwägen, Schlitten etc. auf dem Eis auf, das zeitweise bedenklich knackte. Vielleicht dachte sich ja der eine oder andere, wenn die Wasserwacht eh’ schon da ist ... Foto: Charly D

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