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Schulwege bereiten Sorgen

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Gut besucht war die diesjährige Bürgerversammlung in Feldkirchen. Verkehr, Schulwegsicherheit und Fragen zur Asylunterbringung standen dabei im Mittelpunkt. © hr

Bestens besucht war die diesjährige Feldkirchner Bürgerversammlung und zahlreich waren die Wortmeldungen der Bürger, wenn es auch zu keinem Antrag aus der Bürgerschaft kam. Häufig stellten die Bürger Fragen zum Verkehr, aber auch das Thema Asyl war präsent.

Die erste Frage eines Bürgers bezog sich auf die Fertigstellung der Brücke zwischen Feldkirchen und Ottendichl über die A 99. „Diese soll noch vor Weihnachten fertig werden“, antwortete Bürgermeister Werner van der Weck; einen andere Information habe er nicht.

Den Müttern der Grundschulkinder in Feldkirchen bereitet der Verkehr im Bereich von Zeppelin- und Richthofenstraße große Sorgen. Hier fahren Lkw zum Gewerbegebiet und bringen Eltern ihre Schulkinder mit dem Auto. Selbst auf dem Zebrastreifen seien die Kinder nicht sicher. Ein Thema, das seit Jahren beklagt wird, selbst bei ihren vom Gemeinderat unterstützten Anordnungen zur Verkehrsberuhigung musste die kommunale Verwaltung wieder zurückrudern. Zwar weist ein offizielles Verkehrsschild an der Ascheimer Straße die Lkw-Fahrer darauf hin, die Hauptverkehrsstraße zu nutzen, doch dem ist nicht zwingend zu folgen. Die TSV-Vorsitzende Brigitte Pfaffinger forderte von der Gemeinde einen sicheren Fußgängerweg, damit die Kinder gefahrlos zum Sportgelände an der Olympiastraße gelangen könnten. Im Prinzip wollte der Rathauschef den sichern Zugang nicht verweigern, „allein der Grundeigentümer ist nicht bereit, die erforderlichen Flächen an die Kommune zu veräußern“.

Bemängelt wurde die schlechte Überquerungsmöglichkeit der B 471, die insbesondere die Bewohner des Dornachfelds betrifft. Hier ist aber noch die Geduld der Bürger gefragt, da dies in Verbindung mit dem nördlichen Ausgang des neuen S-Bahnbahnhofes erfolgen soll. Auch die Parksituation der Firmenfahrzeuge im Bereich der Volkshochschule am Abend erfordert des Bürgers Geduld, da hier keine Rechtswidrigkeiten vorliegen. Doch habe die Verwaltung davon Kenntnis und suche nach einer Lösung.

Wer aufgrund seiner Gehörlosigkeit angewiesen ist, visuell vieles über das Internet zu kommunizieren, fühlt sich im Dornachfeld nicht ausreichend mit Internet versorgt, ließ ein Betroffener seinen Gebärden-Dolmetscher mitteilen. Auch eine Bewohnerin der Straße bekräftigte die schwache Internetleistung, „die ist katastrophal“, insbesondere wenn man im Homeoffice arbeite. „Dies ist im Gemeinderat so noch nicht gesehen worden“, erklärte van der Weck, er verwies darauf, dass es im Zug eines Hausanschlusses an die Geothermie möglich sein könne, auch einen schnellen Internetanschluss zu erhalten. Wenig Verständnis, fast schon Unmut erregte bei Bürgermeister van der Weck, der Vorwurf eines Bürgers, die Gemeinde und Bürgermeister seien in Sachen Asyl „zu wenig aktiv“. „Ich halte mich sehr wohl für aktiv“, reagierte van der Weck prompt. Werner Schamberger, über Jahrzehnte als CSU-Rat im Ratsgremium, leistete dem SPD-Rathauschef auf breiter Front Unterstützung. Zum einen habe und informiere die Kommune in vielen Medien und auf Veranstaltungen zum Thema Asyl. Bezüglich der Information habe der Bürger aber auch eine gewisse Holschuld.

ar

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