Ein blühender Betrieb

Umweltminister Glauber zeichnet Unternehmen in Heimstetten aus

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Sebastian Binderberger, zuständig für Business Development und Nachhaltigkeit, nahm für die Auszeichnung von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber entgegen.

120.000 emsige Bienen haben auf dem Firmengelände von Leicher Engineering in Heimstetten eine Heimat gefunden (HALLO berichtete). Dafür ist das Unternehmen jetzt mit der Auszeichnung „Blühender Betrieb“ gewürdigt worden.

Die Auszeichnung „Blühender Betrieb“ vergibt das Bayerische Umweltministerium im Rahmen des Blühpakts Bayern für das besondere Engagement für den Insekten- und Artenschutz. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber übergab die Auszeichnungen jetzt an 15 Betriebe aus Bayern, darunter an die Leicher Engineering GmbH in Heimstetten. 

Zwei Bienenvölker haben seit einigen Monaten am Parsdorfer Weg ihren Wohn- und Arbeitssitz gefunden. Immer freitags können sich seither interessierte Mitarbeiter unter der Anleitung des erfahrenen Fachmanns Bruno Willing aktiv an ihrer Pflege beteiligen. Rund 30 Kilo Honig sollen pro Stock produziert werden.

 Für das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ist dieses Engagement die Auszeichnung „Blühender Betrieb“ wert. „Wir schaffen ein blühendes Netzwerk in ganz Bayern. Den Rückgang der Insekten können wir sehen, spüren und hören. Arten- und Insektenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und beginnt vor jeder Haus- und Firmentür“, erklärte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber. Jeder Einzelne könne zur Stärkung der Artenvielfalt beitragen, beispielsweise durch den Verzicht von Pflanzenschutzmitteln und Torf auf dem eigenen Grundstück. „Wir wollen dazu motivieren, neuen Lebensraum für Bienen und andere Insekten zu schaffen“, so der Umweltminister. „Die ‚Blühenden Betriebe‘ sind ein leuchtendes Beispiel dafür, dass unternehmerischer Erfolg und ökologisches und nachhaltiges Handeln miteinander vereinbar sind.“ 

Interessierte Betriebe und andere Einrichtungen, die ihre Außenflächen arten- und strukturreich gestalten und bestimmte Kriterien zur Förderung der Insektenfauna erfüllen, können sich seit Oktober vergangenen Jahres um die staatliche Auszeichnung als „Blühender Betrieb“ bewerben. Zu den Kriterien gehören beispielsweise eine naturnahe Gestaltung der Außenanlagen mit bienenfreundlichen Stauden, Hecken oder Blumenwiesen sowie der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und torfhaltige Substrate. Die Auszeichnung „Blühender Betrieb“ ist Teil des Blühpakts Bayern und damit ein weiterer Baustein der vielfältigen Maßnahmen zum Schutz von Bienen und anderen Insekten, die das Umweltministerium angestoßen hat.

Im Rahmen der Initiative „Blühender Betrieb“ bietet das Umweltministerium seit März dieses Jahres zudem eine fachlich fundierte Beratung für bayerische Betriebe an. Ziel der Beratung ist es, Empfehlungen zu Pflanzenauswahl, Bodenvorbereitung und Pflege für insektenfreundliche Areale zu geben. Für dieses Pilotprojekt stellt das Umweltministerium zunächst 25.000 Euro bereit. Die Beratung wird von Mitgliedern der Regionalgruppe Bayern des Vereins Naturgarten durchgeführt. „Blühende Betriebe“ können auch Mitglied im Umweltpakt Bayern werden. Der Umweltpakt Bayern gehört mit derzeit mehr als 2500 Mitgliedern zu den erfolgreichsten Umwelt- initiativen in Deutschland. Umweltpakt und Blühpakt leisten auf der Basis von Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz und zur Umsetzung der bayerischen Biodiversitätsstrategie. Mehr Informationen gibt es unter www.bluehpakt.bayern.de.

Die Bienen-Patenschaft ist übrigens nicht die einzige Öko-Initiative von Leicher Engineering und seinen 35 Mitarbeitern. Auf dem Firmengelände stellen Auszubildende Nisthilfen für Vögel auf, kümmern sich mit einer Blühwiese für die Artenvielfalt und pflegen einen Teich, in dem Frösche und Kröten leben.

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