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Collegium 2000 wächst

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Im Jahr 2028 soll das neue Senioren- und Pflegezentrum Kirchheim Collegium 2000 nach aktuellen Planungen fertig sein.
Im Jahr 2028 soll das neue Senioren- und Pflegezentrum Kirchheim Collegium 2000 nach aktuellen Planungen fertig sein. © Donhauser Postweiler Architekten

Ab Januar 2028 können sich ältere Bürger in Kirchheim auf zwei neue Häuser mit mehr Wohneinheiten freuen- Denn das Collegium 2000 erweitert Betreutes Wohnen und Pflegeheim.

Kirchheim – Was wollen eigentlich unsere älteren Bürger? Die Antwort auf diese Frage bekam die Verwaltung nach einer Pflegebedarfsplanung vom Institut für Sozialplanung SAGS. Die Ergebnisse wurden dann im November 2020 in einem digitalen Bürger- als auch Gemeinderats-

dialog vorgestellt sowie die Bestandsaufnahme des Gebäudes und erste Änderungsvorschläge durch das Büro Donhauser Postweiler Architekten. Die Bürger hatten doch einige Wünsche: Betreutes Wohnen zuhause muss ausgebaut werden und es fehlen Mehrgenerationshäuser. Auch das fehlende „Essen auf Rädern“ wurde moniert. Bei den Wohnformen nannten 60 Prozent „Wohnen mit Ansprechpartner“, 40 Prozent wünschen eine barrierefreie Wohnung, 20 Prozent ein Mehrgenerationenhaus und sieben Prozent eine Hausgemeinschaft mit Gleichaltrigen. Auf die Frage „Bei Pflegebedürftigkeit würde ich am liebsten…“ antworteten 80 Prozent mit „zuhause Wohnen bleiben“ und nur zwölf Prozent möchten in eine „andere Wohnform“ umziehen.

Mit diesen Aussagen konnten nun das Collegium 2000 und die Architekten ihre weiteren Schritte planen. Die stellte Architekt Markus Donhauser mit einer Präsentation in der jüngsten Gemeinderatsitzung vor. Der Ausgangspunkt beim „Betreuten Wohnen“ sind 32 Wohneinheiten – acht davon mit 43 Quadratmetern und 24 mit 58 bis 60 Quadratmeter. Hierzu gibt es einen Änderungswunsch: Der Aufzug sollte vergrößert werden, damit hier Rettungstragen reinpassen.

Beim Neubau kämen zu den bestehenden 32 Wohneinheiten noch 63 dazu, was eine Kapazität von 95 Einheiten bedeutet. Bei den neuen 63 Einheiten sind 52 eher kleinere Zwei-Zimmer-Wohnungen und elf Drei-Zimmer-Wohnungen. Diese Anzahl monierte Berit Vogel (Grüne), die einige davon in kleinere Einheiten umwandeln möchte. Markus Donhauser entgegnete, dass neue Bewohner teilweise aus Eigenheimen umziehen und daher mehr Möbel und weiteres Equipment unterbringen möchten. Er schlug vor, bei der weiteren Planung eine Reduzierung der großen Wohnungen vorzuschlagen.

Trotzdem bleiben die Fakten: 5150 Quadratmeter Gesamtfläche – davon 3250 Quadratmeter Wohnfläche. Integriert ist dabei ein großer Seniorenbereich im EG (318 Quadratmeter), bestehend aus Seniorentreff (auch offener Mittagstisch), Beratungsbereich (Hospizverein, Pflegeberatung), Sozialstation und gemeinsam genutzter Besprechungsbereich.

Der weitere Neubau betrifft das Pflegeheim auf 3480 Quadratmetern. Hier sind aktuell 63 Bewohner auf drei Etagen in Einzel- und Doppelzimmer untergebracht. Nach dem Umbau (bis 2026) gibt es nur noch Räume für 49 Bewohner, was eine Reduzierung um 14 Wohnplätze bedeutet. Dabei soll es nur noch Einzelzimmer geben. Weitere Veränderungen ist die Verlegung der Küche vom Alt- in den Neubau, die Anbindung der beiden Häuser durch einen unterirdischen Tunnel. Weiters sollen in 17 Wohneinheiten bis 2030 die Bäder vergrößert werden.

Außerhalb wird es einen Collegium-Garten mit rund 3500 Quadratmeter geben, der sowohl durch Pflege als auch Betreutes Wohnen genützt wird. Bei der „Parkierung“ stehen aktuell 33 Plätze beim Collegium zur Verfügung – nach dem Umbau von Betreutes Wohnen und Pflege - sollen es 68 Plätze werden. Davon stehen 23 in der Tiefgarage zur Verfügung. In seinem Vortrag stellte Donhauser auch den zeitlichen Ablauf vor. Die Phase 1 (Entwurf/Planung/Bauantrag/Mietvertrag) ist auf 2022/2023 terminiert, die Phase 2 (Ausschreibung Vergabe) auf Mai bis Oktober 2024, Phase 3 (Neubau Pflege und Betreutes Wohnen) von Dezember 2024 bis Oktober 2026, Phase 4 (Umzug von 44 Bewohnern in Neubau, Stilllegung bestehende Pflege) im November 2026, Phase 5 (Sanierung Bestand) von Dezember 2026 bis Dezember 2027 und Phase 6 ab Januar 2028 die Gesamtfertigstellung „Senioren- und Pflegezentrum Kirchheim.“

Mit fünf Gegenstimmen beschloss das Gremium die in der Sitzung vorgestellte Bedarfsplanung als Grundlage für die weiteren Planungen der Erweiterung des Betreuten Wohnens und des Pflegeheims.

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