Rock’n’Roll für den Teller

TV-Koch Stefan Marquard zu Gast an der Grund- und Mittelschule Kirchheim

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Was für ein Erlebnis für 30 Kinder der Ferienpädagogik Kirchheim: Zusammen mit Sternekoch Stefan Marquard konnten sie jetzt die neue Schulküche der Grund- und Mittelschule rocken und ein Menü zaubern, das schmeckte und Laune machte. Tipps und Tricks, die man in der Küche und beim Kochen braucht, gab‘s vom Starkoch ebenfalls. So soll gesunde Ernährung und Kochen in Kirchheim Schule machen.

Grauer Ziegenbart, lässiger Pferdeschwanz, silberne Kreolen im Ohr, das türkise Bandana-Tuch piratenmäßig um den Kopf geschlungen. Nur die E-Gitarre fehlt zum Rockstar-Look. Die hat Stefan Marquard aber gar nicht nötig. Der Sternekoch und TV-Star rockt die neue Schulküche der Grund- und Mittel- schule Kirchheim auch so. Mit Schneebesen und Pürierstab.

Und weil selbst ein Profikoch nur ungern allein den Kochlöffel schwingt, hat er sich ein paar fähige Küchenhelfer zu sich an den Herd eingeladen. Zusammen mit 30 Nachwuchsköchen der Kinderferienpädagogik Kirchheim, Sohn Leon und Bürgermeister Maximilian Böltl steht ein herbstliches Drei-Gänge- Menü auf dem Speiseplan: Kürbissüppchen mit Kopfsalatnest als Vorspeise, Hähnchenbrustfilet mit Blumenkohlpüree, Orangenkarotten und Reis als Hauptgang, Schokobanane mit Vanilleeis als Dessert.

Aber „safety first“! „Alle Finger, die ihr mitgebracht habt, sollt ihr auch wieder mit nach Hause nehmen“, scherzt Marquard. Kleiner Test: „Mein 1000-Euro-Messer, mein Lieblingsteil. Was macht ihr, wenn es mir runterfällt?“, stellt Lehrer Marquard seine Schüler auf die Probe. Eifrige kleine Hände schnellen nach oben. „Nicht fangen!“, meistert ein Lehrling die knifflige Aufgabe. Einmal Abklatschen für die richtige Antwort.

Und dann gibt es noch das kleine Einmaleins fürs Gemüse-Schnippeln. „Macht beim Schneiden eine Tatze! Daumen nach hinten, so wie ihr es von eurer Katze kennt.“ Ein kleines Späßchen zwischendurch muss für den gewitzten Sternekoch einfach sein.

Genauso kennt ihn auch der Bürgermeister: „Stefan ist locker und kann gut mit Kindern. Und rein zufällig kommt er noch aus Kirchheim.“ Nicht umsonst hatte Marquard auch beim Umbau der neuen Schulküche ein Wörtchen mitzureden. Umso besser, dass er beim Kinderkochen nun endlich ausprobieren darf, was er auch selbst geschaffen hat.

Voller Rock’n’Roll füllt Mar- quard mit seiner Kochkolonne die Schulküche mit den Düften des Herbstes. Das Waschen und Schneiden klappt mit den Profitipps schon ganz gut. Nur die Zwiebel treibt so manchem Mini-Koch die Tränen in die Augen. Aber sicher keine Verzweiflungstränen. Falls nämlich einmal etwas anzubrennen droht, ist der Sternekoch nur eine Küchenzeile entfernt. „Ein bisschen zu süß. Wo ist das Salz?“ Beim Abschmecken kennt Marquard keine Gnade. Den Nachwuchsköchen selbst aber schmeckt es. Einem ganz besonders. „Mmm, hat was“, schwärmt der junge Mann und lässt sich verträumt auf seinen Hocker sinken. Ob er gerade von einer Karriere als Sternekoch träumt?

Alexandra Kraus

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