Straßennamen im Baugebiet Kirchheim 2030

Namen für die neuen Hauptadern

Landrat Christoph Göbel (vorne links) und Bürgermeister Maximilian Böltl bei der Grundsteinlegung des neuen Gymnasiums.
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Der verkehrsberuhigte Bereich gegenüber des neuen Gymnasiums soll „Schulstraße“ heißen. Auf dem Bild: Landrat Christoph Göbel (vorne links) und Bürgermeister Maximilian Böltl bei der Grundsteinlegung des neuen Gymnasiums.

Woher kommen die Straßennamen in der Gemeinde Kirchheim und wer bestimmt diese? Wenige Bürger haben sich darüber jemals Gedanken gemacht. Aber sie sind wichtig und auch in der Gemeindeordnung hinterlegt.

„Die Gemeinden sind für den ordnungsgemäßen Gang der Geschäfte in der Gemeinde zuständig und sollen somit auch für eine rasche und zuverlässige Orientierung im Ortsgebiet sorgen. Straßennamen, Straßennamensschilder und Hausnummern tragen wesentlich zur Orientierung in der Gemeinde bei. Sie gewährleisten dadurch insbesondere für Notfälle einen effektiven Einsatz der Rettungsdienste und der Polizei, sie erleichtern amtliche Zustellungen, aber auch den privaten Besuchsverkehr.“

Dazu liefert die Gemeindeordnung gleich eine Hilfestellung: „Soweit Straßen und Plätze neu zu benennen sind, sollten die Gemeinden die Verwendung von Flurnamen prüfen. Bodenständige alte Flurnamen eignen sich wegen des örtlichen geschichtlichen Bezugs vorzüglich für die Benennung.“

In der jüngsten Kirchheimer Gemeinderatssitzung stand solch ein Procedere auf der Tagesordnung. Im Gebiet des Bebauungsplanes „Kirchheim 2030“ sind Flächen für den öffentlichen Verkehr festgesetzt und die sollen Namen bekommen. Die Aufgaben: Westlich der Heimstettner Straße sind zwei Straßen, drei verkehrsberuhigte Bereiche und der ehemalige südliche Zu- und Abfahrtsast der Staatsstraße 2082 neu zu benennen, sowie die bestehende Ludwigstraße umzubenennen. Östlich der Heimstettner Straße sind zwei Straßen, drei Eigentümerwege, ein öffentlicher Fuß- und Radweg und ein verkehrsberuhigter Bereich zu benennen. In enger Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und Referate wurden Vorschläge und Ideen für die Benennung der Straßen im Baugebiet „Kirchheim 2030“ gesammelt. Es wurde unter anderem versucht, Namen zu finden, die zum einen Bezug zur kommenden Landesgartenschau, dem neuen Rathaus und Gymnasium herstellen und zum anderen zum bestehenden Lindenviertel passen.

In der Sitzung schlug Bürgermeister Maximilian Böltl vor, vorrangig die „Hauptadern“ zu benennen und die „kleinen Wege“ – für alle liegen bereits die Namen vor — erst mal zurückzustellen, was vom Gremium auch angenommen wurde.

Die neuen Namen im Beschlussvorschlag wurden dann einzeln abgestimmt: Die Planstraße 1 – Verbindungsstraße zwischen Heimstettener Moosweg und Kreisverkehr soll „Parkallee“ heißen (einstimmig). Die Planstraße 2 — Verlängerung der Ludwigstraße südlich der St 2082 Richtung Norden wird zur „Hauptstraße“ (einstimmig). Zudem soll die bestehende Ludwigstraße südlich der St 2082 zur „Hauptstraße“ werden. Dabei gibt es eine Anmerkung: In diesem Abschnitt der Ludwigstraße sind keine Hausnummern vergeben und durch eine Umbenennung sind Anwohner nicht direkt betroffen (einstimmig). Der ehemalige südliche Zu- und Abfahrts-Ast der

St 2082 könnte „Rathausstraße“ werden (sieben Gegenstimmen). In diesem Fall müsste noch eine geeignete Hausnummer für das spätere neue Rathaus bestimmt werden. Für die Planstraße 3 — Erschließungsstraße des Baugebiets WR14 von der Heimstettner Straße Richtung Osten lautet der Vorschlag „Bürgermeister-Schuster-Straße“ (einstimmig) und der verkehrsberuhigte Bereich gegenüber des Neubaus Gymnasium soll zur „Schulstraße“ werden (einstimmig). Maximilian Böltl wies bei den Vorschlägen auf weitere Vorschriften hin, die allesamt eingehalten wurden: „Der gewählte Straßenname darf nicht anstößig sein oder gegen Strafgesetze und die demokratische Grundordnung verstoßen. Bei einer Straßenumbenennung sind bestehende Interessen der Anwohner an der Beibehaltung des bisherigen Straßennamens im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen.“

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