Ortspark bekommt einen Teich

Siegerentwurf zur Landesgartenschau in Kirchheim mit viel Grün und Wasser

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Wir brauchen die Bürger dazu. Nur gemeinsam kann das Projekt realisiert werden“

Der Andrang war groß bei der öffentlichen Ausstellung des Realisierungswettbewerbs zur Landesgartenschau 2024 im Hotel Dormero in Heimstetten. Über 50 Interessierte wollten sich ein Bild von den eingereichten Arbeiten machen, von denen insgesamt drei dritte Preise und zwei Auszeichnungen schon zu sehen waren. Nur die Sieger-Entwürfe waren noch verhüllt. Bürgermeister Maximilian Böltl lobte die Zusammenarbeit und das Engagement der Jury, denn er arbeitete sich mit den Gemeinderäten Dr. Johann Hausladen (CSU), Wolfgang Heinz-Fischer (VFW), Gerd Kleiber (FDP) und Stephan Keck (SPD) sowie weiteren Preisrichtern in langen Wochenendstunden durch 22 Einsendungen. „Wir wollten eine lebendige Mitte, aber keinen Handel, und alle architektonischen Elemente müssen eine Verbindung zum Ortspark haben“, so Böltl. Auch sollten die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden. Die sprachen sich vor allem für „Wasser“ und Bestandsgehölz“aus. Diese beiden Punkte sollten als Alleinstellungsmerkmal erkennbar sein.

Nach Meinung der Jury löste dies die Berliner Sinai Landschaftsarchitekten GmbH mit ihrem Konzept am Besten. „Mit großem Abstand haben sie den Wettbewerb gewonnen“, so Böltl. Ausschlaggebend war für die Jury das vorgesehene Ensemble aus Wasser, Grün und Natur – mit einem 8.000 qm großen Teich in der Ortsparkmitte. „Der Jury ging es hauptsächlich um den Ortspark, nicht um die Landesgartenschau“, erklärte Böltl zu deren Vorgehensweise. Klaus Schroll vom Büro Sinai, das zirka 1.000 Arbeitsstunden in das Projekt investierte, erläuterte den Besuchern die Einzelheiten des Entwurfs. Beim Teich sind Stege und Schilfinseln vorgesehen (Baden nicht möglich). Rundherum sind im Park vier „Sphären“ geplant, die „Wald“, „Wiesen“, „Wasser“ und „Wildnis“ heißen. Verbunden werden diese durch einen achtförmigen Rundweg. Neben dem kleinen, bereits vorhandenen Wäldchen soll es einen Wasserspielplatz, Minigolf, Aussichtspunkt, Pavillon, Lesegarten und ein Apfelwäldchen geben. 

Doch bevor das alles in die Tat umgesetzt wird, geht noch einige Zeit ins Land. Schlussendlich muss der Gemeinderat entscheiden, was im Kostenrahmen möglich ist. Vielleicht fällt das eine oder andere Detail dem Rotstift zum Opfer. Außerdem muss noch geklärt werden, ob es überhaupt bei dem Siegerentwurf bleibt, denn es könnte in den Vergabegesprächen eventuelle Probleme auftreten. Daran glaubt Maximilian Böltl nicht: „Wir sitzen nach dem Jury-Entscheid schon zusammen und denken über Details nach“. Auch Stephan Keck, Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau GmbH, sieht optimistisch in die Zukunft: „Ich bin guter Dinge, dass alles klappt. Doch kann unser Team das alleine nicht schaffen? Wir brauchen die Bürger dazu. Nur gemeinsam kann das Projekt realisiert werden“.

Gerhard Fuhrmann

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