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Schwierige Suche nach Alternativen

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Wie und wo sollen Kirchheims Kinder Schwimmunterricht erhalten? Eine Antwort auf diese Frage suchen derzeit Kirchheims Gemeinderäte. © HALLO-Archiv/ww

Wie geht es weiter mit dem Schwimmunterricht für Kirchheimer Schüler? Diese Frage beschäftigt derzeit die Kirchheimer Gemeinderäte.

Aufgrund fehlender Kapazitäten im Ismaninger Hallenbad entfällt seit einigen Monaten der Schwimmunterricht für Kirchheimer Schüler. Die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim haben deshalb kürzlich eine Machbarkeitsstudie für den Neubau eines eigenen Bades erarbeiten lassen, die zum Ergebnis gekommen ist, dass der Neubau rund fünf Millionen Euro, der Unterhalt jährlich circa 500.000 Euro kosten würde. Ob tatsächlich ein eigenes Bad gebaut werden soll, haben die drei Gemeinden noch nicht beschlossen. Angesichts der hohen Kosten geht die Tendenz eher zu einem Nein.

Marcel Proffert („Lebenswertes Kirchheim“) ist mit dem Ausfall der Schwimmkurse nicht einverstanden und hat deshalb einen Antrag an den Kirchheimer Gemeinderat gestellt. Darin fordert er die Gemeinde auf, für Kinder mit Erstwohnsitz in der Gemeinde Kirchheim einen einmaligen Zuschuss für einen Schwimmkurs zu zahlen. Der Schwimmkurs soll grundsätzlich an einem beliebigen Ort wahrgenommen werden können. Jedoch soll die Gemeindeverwaltung geeignete Anbieter für Schwimmkurse im Umkreis von 20 Kilometer eruieren und eine aktuelle Liste für die Eltern und Erziehungsberechtigten im Rathaus und auf der Webpräsenz der Gemeinde bereitstellen. Zudem soll die Gemeindeverwaltung Lösungen aufzeigen, wie Schwimmkurse auch im Rahmen des örtlichen Ferienprogramms „Feripro“ angeboten werden können.

Doch auch die Gemeindeverwaltung ist nicht untätig. Sie erarbeitet derzeit ein Alternativkonzept, das den Schwimmunterricht für Kirchheimer Schüler kurz- und mittelfristig auch ohne eigenes Hallenbad ermöglichen soll. Hierzu sieht Bürgermeister Maximilian Böltl drei verschiedene Ansätze. Die Nachbargemeinde Poing plant den Neubau eines Schulschwimmbades. Der Gemeinde Kirchheim wurde die Mitnutzung angeboten. Derzeit wird eine Kooperationsvereinbarung erarbeitet, die dem Gemeinderat im Dezember zum Beschluss vorgelegt werden soll.

Zudem besteht die Möglichkeit, eigene Schwimmkurse durch Privatanbieter in den umliegenden Bädern zu bezuschussen. Solange das Unterrichtsschwimmen entfällt, schlägt Böltl einen Zuschuss von 50 Prozent, maximal jedoch 50 Euro pro Kind bei Vorlage des Zertifikates vor.

Schwimmkurse könnten zudem auch in das Programm der Kirchheimer Ferienbetreuung aufgenommen werden, so eine Idee. Die Gemeindeverwaltung eruiert aktuell die Möglichkeiten. Gerhard Fuhrmann

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