Schülerzahlen steigen weiter

Das Kirchheimer Gymnasium besuchen derzeit 1227 Schüler, die Aschheimer Realschule 550. Beide Schulleiter betonten bei der Zweckverbandssitzung, dass die Zahlen weiter steigen werden. Außerdem informierten sie über laufende Projekte.

Die Schüler am Gymnasium Kirchheim setzen sich wie folgt zusammen: 540 stammen aus Kirchheim, 298 aus Aschheim, 189 aus Feldkirchen und vier aus anderen Gemeinden des Landkreises München, der ebenfalls dem Zweckverband angehört. Hinzu kommen 78 Gastschüler aus der Stadt München und 118 aus dem Landkreis Ebersberg. Obwohl vergangenes Jahr zwei Abiturjahrgänge die Schule verlassen haben, hat sich durch 159 neue Fünftklässler die Gesamtzahl nur um 50 verringert. Die Schulentwicklung wird am Gymnasium weiter vorangetrieben. „2011 sind wir Umweltschule geworden“, berichtete Direktor Matthias Wermuth. Die Auszeichnung wird für nachhaltige Entwicklung verliehen, wenn ein eigenes Konzept zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit erfolgreich umgesetzt wurde. Zudem setze man verstärkt auf Individualförderung – sowohl bei stark verhaltensauffälligen Risikokindern (HALLO berichtete), als auch bei Schülern mit Leistungsdefiziten ebenso wie bei besonders interessierten Schülern. „In Klasse 6 und 7 unterrichten wir in Mathematik einmal in der Woche die Besten in einer eigenen Gruppe, um den Spaß am Fach zu vermitteln“, nannte Wermuth als Beispiel. Für die Studien- und Berufsorientierung werde derzeit ein neues Konzept erarbeitet. Außerdem habe man in Zusammenarbeit mit der Uni München eine Lehrwerkstatt begonnen, bei der Lehrer gemeinsam mit Studenten arbeiten und unterrichten. An der Realschule Aschheim ist die Schülerzahl im Vergleich zum Vorjahr um zehn gestiegen. Insgesamt kommen 202 Kinder aus Kirchheim, 141 aus Aschheim, 101 aus Feldkirchen und 27 aus anderen Landkreisgemeinden. Der Anteil der Gastschüler beträgt 14 Prozent. Das sind 44 Kinder aus der Stadt München und 35 aus dem Landkreis Ebersberg. Inzwischen ist die Schule durchgängig dreizügig, in drei Jahrgangsstufen gibt es sogar schon vier Parallelklassen. „Wir wachsen immer noch“, betonte Schulleiter Bernhard Vidoni. Das Haus sei jetzt voll belegt, mehr Klassen könnten nicht untergebracht werden. Aus dem Landkreis Ebersberg kämen durch die neue Realschule in Poing nun weniger Schüler. Doch der Druck aus München bestehe weiterhin. Der Aschheimer Bürgermeister Helmut J. Englmann (CSU) führte dies unter anderem auf die gute Verkehrsanbindung zurück. „Deswegen werden wir auf Dauer mit drei Zügen nicht weiterkommen“, sagte er. Die Realschule hat mit der Einführung moderner Präsentationstechnik begonnen. Zunächst haben die fünften Klassen elektronische Whiteboards bekommen. „Das ist eine ungeheure Motivation für die Schüler, wenn sie dem Lehrer mal was zeigen können“, erklärte Vidoni. Denn viele kennen sich damit bereits seit der Grundschule aus. Mittelfristig will die Schule die Atmosphäre verbessern und einen wertschätzenden Umgang kultivieren. Gedanken macht man sich auch darüber, wie man die Durchfallquote senken und die Hausaufgabenmoral erhöhen kann. Auch gibt es Überlegungen zu Ganztagsklasse und Schulentwicklung. Zudem wird zum nächsten Schuljahr in Jahrgangsstufe 5 eine Bläserklasse eingeführt. „Das bildet Persönlichkeit und Charakter, tut den Kindern gruppendynamisch gut und verbessert das Klima in der Klasse“, so Vidoni. Damit angesichts hoher Anschaffungskosten allen Kindern die Möglichkeit offensteht, steuert der Zweckverband 6100 Euro für den Kauf von Instrumenten bei. – FL –

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