Keine „mobilen“ Ampeln

Sicherheit an den Kirchheimer Baustellen

Schüler müssen leider bei Baustellen manchmal auf die Straße ausweichen.
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Schüler müssen leider bei Baustellen manchmal auf die Straße ausweichen.

In der Gemeinde Kirchheim wird aktuell und auch zukünftig viel gebaut – sei es Häuser, Wohnungen, Schulen oder Straßen. Das bedeutet: Baustellenverkehr, Umleitungen und Einschränkungen für Autos und Fußgänger. Gerade letztere sind durch die schweren Fahrzeuge, die aus Einfahrten kommen gefährdet. Zudem liegen die Baustellen manchmal in Bereichen, wo sich Kinder und Jugendliche bewegen, die die neuen Situationen nicht einschätzen können. 

Um den Nachwuchs zu schützen, hat die Gemeinderats-Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kirchheimer Gemeinderat einen Antrag gestellt. Die Unterzeichner fordern darin „die sofortige Einrichtung mobiler Ampeln für die Fußgänger und abbiegende Baustellenfahrzeuge sowie die Vorstellung eines Baustellenzufahrtskonzepts für die Sicherheit der Kinder in der Bauphase 2030“. In der Begründung wird darauf hingewiesen, dass ein Ausweichen auf die Straße, um eine Baustellenausfahrt zu umgehen, Kindern nicht zugemutet werden könne. Außerdem sei die Sicherheit der Passanten durch das Einweisungs- und Sicherheitspersonal nicht gewährleistet.

Die Stellungnahme der Verwaltung: „Für die Baustellenausfahrt wurde in Abstimmung mit der zuständigen Polizeiinspektion und dem Zweckverband staatlicher, weiterführender Schulen im Osten des Landkreises München ein Konzept ausgearbeitet. Die verkehrsrechtliche Anordnung dazu wurde erlassen. Diese Anordnung berücksichtigt sowohl den Fuß- und Radverkehr als auch den Kfz- und Lkw-Verkehr entlang der Hauptstraße. Es wurde eine Sperrzeit für die Zeit von 7.30 bis 8.15 Uhr für die Baustellenzufahrt vereinbart. Zusätzlich wird durch einen Posten der Baufirma der ausfahrende Verkehr innerhalb der Baustelle geregelt, dadurch wird der Schutz der Schüler und Passanten im Zufahrtsbereich – insbesondere zum Schulende – sichergestellt.“

Weiter schreibt die Verwaltung, dass es bereits am 30. September einen Ortstermin mit Vertretern der Schulen, Elternbeiräte, Gemeindeverwaltung, Zweckverband und Bauleitung gegeben habe. „Das Konzept der Baustellenzufahrt wurde erläutert. Ein Handout wurde verteilt, so dass die Informationen von Schulleitungen und Elternvertretern weiter verteilt werden können.“ Bürgermeister Maximilian Böltl betonte, dass „sich die Verwaltung nicht auf die verkehrsrechtlichen Anordnungen ausruht und jeden Tag die Vorkehrungen auf den Baustellen nachsteuert.“ Auf die Forderung nach mobilen Ampeln, beispielsweise einer in der Nähe zur Lichtsignalanlage Hauptstraße/Ludwigstraße, gab es eine Absage. Die begründete Böltl: „Mehr als die bisherigen Maßnahmen sind auch nach erneuter Rücksprache mit der zuständigen Polizeiinspektion nicht erforderlich.“ Der Rathauschef machte den Vorschlag, dass man durch einen Umweg gefährliche Baustellenein- und -ausfahrten meiden könne.

Das Gremium lehnte mit großer Mehrheit den Antrag der Grünen-Fraktion ab. Gerhard Fuhrmann

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