Die Probleme angehen

Ein Politikneuling will für die CSU Chef im Feldkirchner Rathaus werden

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An die Zeiten von Feldkirchens Altbürgermeister Leonhard Baumann (CSU, l.) will Stefan Seiffert (CSU, r.) als Bürgermeisterkandidat anknüpfen.

Die Zielsetzung für den 44-jährigen Stefan Seiffert ist deutlich: die alte CSU-Fraktionsstärke im Gemeinderat Feldkirchen wiederherstellen und als Bürgermeister ins Rathaus einziehen.

Seine politische Prägung hat Stefan Seiffert in seiner aktiven Zeit bei der Jungen Union (JU) in München erhalten. Seinen Weg zur Bürgermeisterkandidatur für Feldkirchen fand der zweifache Familienvater aufgrund seiner Erfahrungen mit immer wieder gleichen Problemen in der Kinderbetreuung vor Ort. Darüber hinaus spannt Seiffert den Bogen von der alltäglichen und nicht hinzunehmenden Verkehrssituation bis hin zu den Problemen der lokalen Unternehmer, die er im Dialog mit den jeweils Betroffenen lösen möchte.

Dass die CSU mit derzeit zwei Gemeinderäten im Feldkirchner Ratsgremium einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen um den Bürgermeistersessel schickt, mag auf den ersten Blick verwundern. Doch zu Beginn der Legislaturperiode 2014 bis 2020 hatte die CSU-Fraktion fünf Ratsmitglieder, bevor drei von ihnen sich als Wählergemeinschaft abspalteten.

Für sein politisches Interesse und Engagement erhält Seiffert die Unterstützung seiner Ehefrau, mit der er bereits über Jahre hinweg bei der JU München politisch aktiv war. Ferner ermunterten ihn Nachbarn und Bekannte, die ihn in der Bürgerfragestunde vor den Gemeinderatssitzungen erlebten, wieder selbst in der Kommunalpolitik aktiv zu werden. Der CSU-Ortsverband Feldkirchen nahm ihn vor zwei Monaten gerne als kommunalpolitisch aktives Mitglied auf.

Seiffert ist Bankkaufmann und „Betriebswirt der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie“. In seinem Verständnis für Zahlen, Regularien und Verträge sieht er eine gute Basis für die Arbeit eines Bürgermeisters. Seit 14 Jahren ist Seifert bei der BayernInvest, einer Tochter der Bayerischen Landesbank. Gemäß deren Unternehmensphilosophie „der Unternehmenserfolg ist für uns ein Gemeinschaftsprojekt“ und man „trage Verantwortung für die wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Entwicklung in unserer Heimatregion“ will Seiffert im Dialog mit den Unternehmen deren Anliegen zielführend erörtern. Denn nur „solide Steuereinnahmen und eine gute Finanzplanung können die Grundlage für die nötigen Gestaltungsspieleräume einer Gemeinde schaffen“, so Seiffert.

Seit sieben Jahren wohnt Seiffert mit seiner Familie in Feldkirchen. Die angespannte Kinderbetreuungssituation hat der Familienvater dank seiner Söhne – zwei und zehn Jahre alt – hautnah erfahren. Eltern hätten von einem kostenlosen Kitaplatz keinen Nutzen, viel mehr möchten sie hauptsächlich eine „hervorragende Betreuungsqualität“, ist Seiffert überzeugt.

Ferner stehen auf seiner Agenda die Stärkung des ÖPNV und die Verbesserung der Verkehrssituation, der Ausbau des Naherholungsgebiets Heimstettner See, Freizeitangebote für Jugendliche, Unterstützung der Senioren und mehr gemeindliche Veranstaltungen für die Bürger. Bei interkommunalen Großprojekten setzt Seiffert auf die gute Vernetzung der CSU. Seitens des CSU-Ortsverbands Feldkirchen erhielt Stefan Seiffert 100 Prozent Zustimmung dafür. 

ar

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