Im Sinne der Bürger

Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz in Kirchheim wird barrierefrei

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Bürgermeister Maximilian Böltl (r.) sieht den barrierefreien Ausbau des Pfarrer-Caspar-Mayr-Platzes nicht als Konkurrenz zu den Plänen von Wirtschaftsförderer Tobias Schock zur „Steigerung der Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Ortskern Kirchheim“.

Der Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz wird barrierefrei — auch wenn es im Kirchheimer Gemeinderat auch Kritik an dem Vorhaben gab.

Bereits Anfang November 2016 hat der Kirchheimer Gemeinderat den barrierefreien Umbau des Pfarrer-Casper-Mayr-Platz beschlossen. Dieser wurde damals vom Büro Kurz, München, mit Baukosten in Höhe von 180.000 Euro und Nebenkosten von 33.500 Euro veranschlagt.

Im Rahmen der Vorbereitung des erforderlichen Leistungsverzeichnisses wurden Musterpflasterflächen angelegt. Der Ausschuss für Bauen, Infrastruktur und Umwelt entschied sich in seiner Sitzung im Juni für die Pflastervariante und gab damit die Erstellung des finalen Leistungsverzeichnises frei. Die Durchführung der Maßnahme ist für diesen Herbst geplant. Die aktualisierte Kostenschätzung beläuft sich auf Grundlage der gewählten Pflastervariante auf 211.522 Euro zuzüglich Nebenkosten in Höhe von 33.500 Euro.

Gemeinderat Wolfgang Heinz-Fischer (VFW) kritisierte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung die Vorgehensweise und die Kosten des Umbaus. „Das Ganze wirkt auf mich wie ein Schildbürgerstreich. Zum einen sind im Zuge der ,Steigerung der Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Ortskern Kirchheim‘ für den Platz bauliche und verkehrstechnische Veränderungen geplant, wie es Wirtschaftsförderer Tobias Schock in seinem Vortrag im Juni vorschlug, die aber mit dem jetzigen Vorhaben nicht übereinstimmen und voreilig umgesetzt werden.“ Weiter meinte Heinz-Fischer: „Wir investieren jetzt 211.000 Euro und in ein paar Jahren kommt alles wieder anders.“ Bürgermeister Maximilian Böltl antwortete: „Tobias Schock kennt unser Vorhaben – wir müssen aber jetzt im Sinne der Bürger handeln und können nicht warten, bis die Neuplanung des Ortskern realisiert wird.“

Mit nur einer Gegenstimme beauftragte der Gemeinderat deshalb die Verwaltung, die Ausschreibung zum „barrierefreien Umbau des alten Ortskerns Kirchheim“ aufgrund der Pflasterwahl und der zugehörigen Kostenschätzung vorzubereiten und zu verschicken.

Gerhard Fuhrmann

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