Bleibendes Gedenken an Pfarrer

St. Peter und St. Michael trauern um Wolfgang Wagner

Pfarrer Wolfgang Wagner hat in den Pfarrgemeinden St. Peter und St. Michael bleibende Spuren hinterlassen.
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Pfarrer Wolfgang Wagner hat in den Pfarrgemeinden St. Peter und St. Michael bleibende Spuren hinterlassen.

Die Pfarrgemeinden St. Peter Heimstetten und St. Michael Berg am Laim trauern um Pfarrer Wolfgang Wagner. Er war 16 Jahre Seelsorger in St. Peter und elf Jahre in St. Michael.

Heimstetten/ Berg am Laim – Pfarrer Wolfgang Wagner ist in Dachau gut behütet in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen. Sein Vater war Richter, seine Mutter Lehrerin. Ein Ereignis hat Pfarrer Wagner sein ganzes Leben lang belastet: Sein Vater war Russland-Spätheimkehrer. Nach seiner Rückkehr lud Pfarrer Wagner seine Eltern ein, mit ihm in die Berge zu fahren. Ein entgegenkommendes Fahrzeug rammte frontal sein Auto. Sein Vater starb noch an der Unfallstelle, seine Mutter überlebte schwerverletzt. Dieses Ereignis erschütterte ihn so stark, dass er sein Theologiestudium ein Jahr lang unterbrechen musste.

Vielleicht war es dieses Erlebnis, das ihn zur Überzeugung brachte, dass sich seine Kirche den Menschen der heutigen Zeit und ihren Nöten mehr zuwenden müsste. Er hatte den Glauben und die Hoffnung, dass dies für ihn eine sinnvolle Lebensaufgabe sein würde. Außerdem war er zutiefst überzeugt von den Perspektiven, die das Konzil seiner Kirche eröffnete und er hat ein Leben lang für Reformen in der Kirche gekämpft.

Als Pfarrer von St. Michael Berg am Laim von 1975 bis 1986 und von St. Peter Heimstetten von 1986 bis 2002 hat sich sein ganz besonderes Charisma gezeigt. Der Umgang mit den Menschen und das persönliche Dasein und Kümmern waren die Anliegen, die ihm ganz besonders am Herzen lagen. Das galt im Besonderen für die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen und deren Werden und Wohlergehen. Er ging mit ihnen schwimmen, zum Bergwandern, organisierte große und kleinere Radl-Touren und Zeltlager. Das Fußballspielen bot ihm Gelegenheit, den Wert des Teamgeistes und das gemeinsame Erleben von Höhen und Tiefen zu vermitteln. Dabei war sein Pfarrhaus immer ein offenes Haus, besonders für die Jugendlichen.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Seelsorge waren die Alten, die Schwachen und die Menschen am Rande der Gesellschaft. Hier hat er sich ein bleibendes Gedenken verdient. Eine der herausragenden Leistungen seiner Pastoralzeit war, dass er eine große Anzahl Ehrenamtlicher gewinnen konnte, die das Gesicht der Pfarrgemeinden bis auf den heutigen Tag prägen.

Die Beerdigung fand im engsten Kreis statt. Ab 22. Juni liegt ein Kondolenzbuch in der Pfarrei St. Peter Heimstetten aus. Auch in St. Michael Berg am Laim wird ein Auferstehungsgottesdienst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Mehr über den Münchner Osten gibt es in der Übersicht.

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