Neujahrsempfang in Pliening

Die Neujahrgäste im Plieninger Bürgerhaus wurden vom Geltinger Pfarrgemeinderat mit Speis und Trank versorgt – zu Gunsten der Kirchenorgel. Foto: H.R.

Musikalisch schwungvoll unterhielt die Musikkapelle Gelting die Plieninger Neujahrsgäste. Mit einem orientalischen Märchen brachte Bürgermeister Georg Rittler die Gäste zum Nachdenken. Und folgerte: Ein Paradigmenwechsel ist angesagt, das bedeutet für Rittler die Rückkehr zum Wesentlichen, die Rückkehr zu einer neuen Bescheidenheit in unserer so komplizierten, vielschichtigen, sich an äußeren Werten festhaltenden Alltags- und Arbeitswelt.

Zu dem Wesentlichen gehört für Georg Rittler die „energiepolitische Zukunftsverantwortung. Bereits 2010 wurde in Pliening der Stromverbrauch zu 31 Prozent aus regenerativen Energien gedeckt. 2011 steigerte sich diese Quote auf knapp 34 Prozent. Er monierte die Diskussion in Ratsgremien, wo alle zunächst für die Windenergie seien, aber das riesige, hässliche Windrad nicht auf ihrer Gemarkung haben wollten weil es das Landschaftsbild stört. Dann verriet Rittler, dass die Gemeinde im Rahmen geschickter Grundstückspolitik ein großes landwirtschaftliches Grundstück gekauft und vier Baugrundstücke im Einheimischen Modell veräußert habe. Die Schule sei erweitert und saniert worden, ergänzte er und betonte, dass die Vorrausetzungen für den Breitbandausbau geschaffen wurden. In Landsham werde der Ausbau noch im 1. Halbjahr 2012 abgeschlossen, in Pliening und Gelting soll er noch heuer erfolgen, auch Ottersberg werde versorgt. Blick auf die 1200-Jahr-Feier Große Ziele setzt sich der Bürgermeister bis zur 1200 Jahrfeier im kommenden Jahr: Pflegeheim und Betreutes Wohnen sollen vorangetrieben werden, um das Leben im Alter in Pliening zu ermöglichen. Der Planungsabschluss für den EDEKA-Markt soll erfolgen, die Straßenbeleuchtung optimiert werden, die Feuerwehren ihren Digitalfunk bekommen und eine Urnenwand auf dem gemeindlichen Friedhof errichtete werden. Über die sportlichen Erfolge der Plieninger Bürger und Auszeichnungen einzelner Betriebe spannte Rittler den Bogen zu in heuer anstehenden Feste und Jubiläen wie dem 100-jährigen Gründungsfest des Krieger und Veteranenvereins Landsham, dem Maibaum in Gelting sowie dem 50-jährigen Bestehen der Pfarrei Gelting. Erneut rief er die Gäste auf, sich bei der anstehenden 1200 Jahrfeier Plienings aktiv einzubringen. Im Festausschuss sind Pfarrer Norbert Joschko, Ehrenbürger Willi Kneißl, Roland Frick, Dr. Bettina Marquis, Martin Eberl, Max Huber, Michael Klaß, Franz Burghart und Anni Wachinger. Noch laufen alle Fäden im Rathaus zusammen. Rittler dankte den Gemeinderäten für das konstruktive, offene Zusammenwirken im vergangenen Jahr. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern im und ums Rathaus allen voran Geschäftleiterin Gabriele Jung sowie Renate Winter für die Organisation des Neujahrsempfangs. Auf den Tischen hatte sie Glücksschweinderl verteilt. „Nehmen sie es mit“, forderte Rittler die Gäste auf. Das Glücksschwein symbolisiere Fruchtbarkeit und Wohlstand. Rittler schloss mit den Worten von Victor Hugo: „Die Zukunft hat viele Namen, für die Schwachen ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte und für die Mutigen die Chance. Lassen Sie uns zu den Mutigen gehören“. Traditionell hatte Pfarrer Norbert Joschko Punkt 12 Uhr das Zeichen zur Essensausgabe gegeben – ungeachtet dessen, dass Rittlers Rede zu dem Zeitpunkt noch nicht beendet war. – A.R. –

Auch interessant:

Meistgelesen

Erste Amtszeit des Aschheimer Bürgermeister war spannend und voller Überraschungen
Erste Amtszeit des Aschheimer Bürgermeister war spannend und voller Überraschungen
Ein Wirtschaftsförderer für Feldkirchen?
Ein Wirtschaftsförderer für Feldkirchen?
OCR Munich aus Kirchheim bei der Weltmeisterschaft
OCR Munich aus Kirchheim bei der Weltmeisterschaft
Kein SPD-Bürgermeister-Gegenkandidat für Maximilian Böltl
Kein SPD-Bürgermeister-Gegenkandidat für Maximilian Böltl

Kommentare