Neujahrsempfang in Feldkirchen

Die Gemeinde lobte und ehrte engagierte Mitbürger (v.li.): Katharina Adami, Franz Richter, Bürgermeister Werner van der Weck, Frau Richter und Pfarrer Alfred Krauth. Foto: H.R.

Rund zweihundert Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur folgten der Einladung von Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck zum Neujahrsempfang ins Foyer des Rathauses. Ein arbeits-, aber auch erfolgreiches Jahr 2011 ließ van der Weck in seiner Ansprache Revue passieren. Auszeichnungen erhielten der scheidende Gemeinderat Franz Richter, der heuer in den Ruhestand gehende evangelische Pfarrer Alfred Krauth und die BR-Journalistin Katharina Adami.

Mit Zuversicht gehe man an die Aufgabe im Jahr 2012, betonte Bürgermeister van der Weck. Um die Ortsmitte vom Verkehr zu entlasten, werde die M 1 über den Kreisel hinaus zum Ottendichler Knoten am Münchner Messegelände verlängert. Kurz vor Weihnachten habe man den Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Landkreis von der Landrätin unterschrieben zurückerhalten. Demnach liegt die Baulast für die Umfahrung bei der Kommune, nach Fertigstellung werde die Straße dem Landkreis übergeben. Innerorts biete die besondere Lage des ehemaligen Lagerhauses die Chance, städtebauliche Akzente zu setzen. Auch die Geothermie werde weiter vorangetrieben. Die Gemeinde werde in Sachen S-Bahnhof Feldkirchen nicht nur am Ball bleiben, sondern auch der Regierung von Oberbayern etwas auf die Zehen steigen, damit das Dauerproblem bald gelöst werden könne. Jubiläen und Ehrungen Einige Jubiläen stehen im neuen Jahr auf der Agenda. Respekt zollte van der Weck dem demnächst 100-jährigen TSV, der jugendlich und lebendig den Sport und das Vereinsleben gestalte. Wäre da nicht der Abschied von Pfarrer Alfred Krauth, könnte man das 175-jährige Bestehen der evangelischen Kirche – einer der ältesten evangelischen Pfarreien in Bayern – uneingeschränkt feiern und genießen. „Das bereite ich noch vor und dann ist a Ruah“ soll Krauth gesagt haben, wobei nicht nur der Bürgermeister in der Kombination „Krauth und Ruhestand“ ein Paradoxon sieht. Wen wundert’s dass Pfarrer Krauth als Anerkennung seiner Verdienste die Feldkirchner Ehrennadel in Gold überreicht bekam. Er habe neben all seinen Aktivitäten, die selbst stichwortartig zusammen getragen einen Ordner füllen würden, den Menschen aus seinem Glauben heraus viel mit gegeben, sei es in persönlichen Gesprächen, im Gemeindebrief oder in seine Predigten. Bürgermeister van der Weck brachte es ganz simpel auf den Punkt „Sie sind ein guter Pfarrer.“ Nach dem Kirchenjubiläum und seiner Verabschiedung wird Krauth im Alpenvorland eine neue Heimat finden. Einen Porzellan-Löwen, Urkunde und Blumenstrauß erhielt das Ehepaar Richter. Franz Richter hatte nach 36 Jahren das Amt des Gemeinderates niedergelegt. Ein besondere Moment für van der Weck und die Gemeinde, denn der mittlerweile über 70-jährige Franz Richter wurde oft in der Gemeinde angesprochen, er sah Vieles und sprach es auch an – das nicht im eigenen Interesse, sondern zum Wohle der Gemeindebürger. 12 Jahre war Richter 2. Bürgermeister, daneben 40 Jahre aktiv bei der Feuerwehr und 50 Jahre beim TSV Feldkirchen leitend tätig; seit 1983 ist er TSV Ehrenvorsitzender. Eine Feldkirchner Bürgerin hat im letzten Jahr den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis erhalten und damit den Namen Feldkirchens positiv in die Republik getragen: Katharina Adami heißt die dafür nun von van der Weck gelobte TV-Journalistin. Im Bayerischen Fernsehen hatte Adami berichtet, dass bei den komplexen Regelungen der „Riester-Rente“ Frauen ein nicht unerheblicher finanzieller Nachteil entstehen kann. Daraufhin habe das Bundeskabinett innerhalb von vier Wochen einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der diesen Missstand ausschließen soll. – A.R. –

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