Für mehr Transparenz

Neues Duo führt die AFK-Geotherm

Der ehemalige AFK-Geschäftsführer Manfred Durner (2.r.) mit Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser, Anny Glocker, Kaufmännische Leiterin AFK, Michael Glashauser, Technischer Leiter AFK, Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl und Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (v.l.).
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Der ehemalige AFK-Geschäftsführer Manfred Durner (2.r.) mit Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser, Anny Glocker, Kaufmännische Leiterin AFK, Michael Glashauser, Technischer Leiter AFK, Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl und Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (v.l.).

Sebastian Ruhland als Geschäftsführer und Bürgermeister Thomas Glashauser als Vorsitzender des Aufsichtsrates bilden das neue Führungsduo der Interkommunalen Geothermie-Versorgung AFK. Damit soll sich auch die Arbeitsweise ändern.

„Wir stehen voll und ganz hinter dem Projekt der AFK-Geothermie“, betonte SPD-Fraktionssprecherin Carola Lampersberger im Aschheimer Gemeinderat. Auch den Prüfbericht habe man zur Kenntnis genommen und werde der Entlastung des Aufsichtsrates zustimmen. Aber so wie in den vergangenen Jahren könne es nicht weitergehen. Wie auch im der Feldkirchner Gemeinderat monierte man im Aschheimer Gremium die fehlende Transparenz, obwohl der jeweilige Gemeinderat sowohl für die weiteren Kapitaleinlagen als auch die Bürgschaften der AFK-Geothermie zuständig ist. „Wir beide geloben Besserung“, versicherte Glashauser in der Aschheimer Ratssitzung und begann, seine Vorgänger Werner van der Weck und Maximilian Böltl zu entlasten. CSU-Fraktionschef Rolf Dettweiler betonte: „Wir freuen uns, dass du, Thomas, das jetzt in die Hand nimmst.“ Worauf Glashauser lächelte und erklärte: „Wir versuchen es so zu machen, dass ihr glücklich seid.“ Für eine erste gemeinsame Versammlung aller Ratsmitglieder aus Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim suche man schon nach einem zeitnahen Termin, verriet Glashauser.

Zu Beginn der Ratssitzung hatte sich Sebastian Ruhland als neuer AFK-Geschäftsführer den Aschheimer Ratsmitgliedern vorgestellt. Der 33-jährige stammt aus Isen und ist nach eigener Aussage „bereits familiär für das Thema Energieversorgung geprägt“. Er studierte Versorgungstechnik. Anschließend war er bei der Flughafen München GmbH sowie bei BMW für die Wärme- und Energieversorgung zuständig. Er bringt sogar Erfahrung im Bau von Blockheizkraftwerken mit. Geothermie sei sein Steckenpferd und er freue sich, dass diese nun zu seinem Arbeitsfeld gehört, so Ruhland.

Mit der Einstellung von Sebastian Ruhland beginnt für Manfred Durner nun endgültig die Pensionierung. Nachdem Durner 2012 als geschäfts- leitender Beamter in Aschheim und als Geschäftsführer des Kreisgemeindetages pensionierte wurde, hatte er kommissarisch die Geschäftsführung der AFK-Geothermie übernommen.

ar

AfK- Geothermie

Die AFK-Geothermie GmbH ist die innovative, umweltschonende und bürgernahe Versorgungsgesellschaft der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim und damit das erste interkommunale Geothermieprojekt Deutschlands. Seit Oktober 2009 werden private und öffentliche Liegenschaften mit regenerativer Wärme aus etwa 2500 Meter Tiefe beliefert. Mehr als 54 Megawatt Anschlussleistung sind über etwa 78 Kilometer Fernwärmeleitung erschlossen – und es geht weiter: Mittelfristig sollen rund 65 Megawatt unter Vertrag genommen werden. Hierzu wird in neue Erzeugungskapazitäten und die Netzinfrastruktur investiert. Außerdem ist sie Verpächterin eines Glasfasernetzes.

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