Hören, was Menschen sagen

Neuer Pfarrer für den Pfarrverband Aschheim-Feldkirchen

Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, hat Adrian Zessin 2016 im Freisinger Mariendom zum Priester geweiht.Foto: oh
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Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, hat Adrian Zessin 2016 im Freisinger Mariendom zum Priester geweiht. Foto: oh

Schneller als erwartet ist ein Nachfolger von Pfarrer Konrad Eder gefunden. Ab 1. Dezember wird Adrian Zessin neuer Pfarrer des Pfarrverbands Aschheim-Feldkirchen.

Derzeit ist der neue Pfarrer für Aschheim und Feldkirchen noch als Pfarrvikar in der Pfarrei München St. Gertrud tätig. Am 1. Dezember wird er seine neuen Aufgaben im Pfarrverband übernehmen – als Nachfolger von Konrad Eder, der knapp fünf Jahre lang als Pfarrer in den beiden Kirchengemeinden tätig war.

Zessin beschreibt sich selbst als jemand, der nicht aufdringlich ist. „Wenn ich auf Menschen zugehe, will ich nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern bin erstmal zurückhaltend und höre hin, was die Menschen, denen ich begegne, zu sagen haben“, erklärte er im Interview mir dem Dom-Pfarrbrief. Diese Einstellung gelte auch bei seinem Amt als Priester, weil er gemerkt habe, dass er damit gut zurechtkomme. „Zum Beispiel nehme ich mir für Trauergespräche viel Zeit, so dass auch Zeit für Stille da ist. Stille auszuhalten ist für mich kein Problem; ich merke, dass die Menschen oft Zeit zum Nachdenken brauchen, um dann weitererzählen zu können. Ich lasse ihnen Raum, aus sich herauszukommen, und interessiere mich für sie – dadurch entstehen Verbindungen.“ Zum Münchner Dom hat Zessin übrigens eine besondere Verbindung: Er war dort von 2001 bis 2014 als Ministrant tätig.

Auf Umwegen ins Priesteramt

Zessins Werdegang führte übrigens nicht direkt zum Priesteramt. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Pharmazeutisch-Kaufmännischen Assistenten und arbeitet in einer Apotheke. Erst dann begann er in Lantershofen sein Studium der Theologie. Und dies, obwohl er nach eigener Aussage bereits mit 13 Jahren den Wunsch gehabt habe, Priester zu werden.

Am 25. Juni 2016 wurde Zessin im Freisinger Dom von Kardinal Marx zum Priester geweiht. Nach seinem Pastoralkurs im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau trat er seine Kaplansstelle im Pfarrverband Oberes Achental an. Im September vergangenen Jahres wechselte der 34-Jährige als Pfarrvikar in die Pfarrei St. Gertrud in München.

Als schönstes Erlebnis in seiner bisherigen Priesterlaufbahn bezeichnet Zessin den Dienst in der Vesper mit Papst Benedikt im Münchner Dom am 10. September 2006. „Darüber war ich überglücklich“, erinnert er sich.

Bei seiner Tätigkeit im Pfarrverband Aschheim-Feldkirchen will der neue Pfarrer auf Bewährtes setzen: „Ich möchte den Menschen bei der Feier der verschiedenen Sakramente, in der Verkündigung und in der persönlichen Begegnung die Liebe Gottes vermitteln, die Frohe Botschaft, das Licht, die Hoffnung. Sie dürfen sich bei mir aussprechen und alles abladen und sollen in mir jemanden haben, der ihnen zuhört, der hinhört und sie ernst nimmt.“

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