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Neuer ostasiatischer Schädling in Aschheim

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Die Raupe des Buchsbaumzünslers kann bis zu fünf Zentimeter groß werden.
Die Raupe des Buchsbaumzünslers kann bis zu fünf Zentimeter groß werden. © Bernhard Friesacher/pixelio.de

In Aschheim treibt ein eingewanderter Schädling sein Unwesen. Die Gemeinde gibt Tipps, wie man dem Buchsbaumzünsler Herr werden kann.

Der Buchsbaumzünsler ist erst vor einigen Jahren aus Ostasien nach Europa eingeschleppt worden. Seither hat er sich massiv ausgebreitet und verursacht auch in Aschheim erhebliche Schäden an Buchsbäumen.

Die Raupe des Buchsbaumzünslers frisst nicht nur die Blätter der Zierpflanze, sondern nagt auch die Rinde ab. Das kann selbst große Buchsbäume zum Absterben bringen. Typisch für die Raupen des Buchsbaumzünslers ist die Bildung von dichten Gespinsten. Die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen können bis zu fünf Zentimeter lang werden und beginnen schon im zeitigen Frühjahr mit ihrem Fraß.

Ist die Zierpflanze befallen, muss schnell gehandelt werden, da sich der Schädling rasch vermehrt, zwei bis drei Generationen im Jahr bildet und den Buchsbaum in kurzer Zeit kahlfressen kann.

Voraussetzung für einen guten Bekämpfungserfolg ist die regelmäßige Kontrolle der Buchsbaumpflanzen (auch und vor allem im Inneren) auf das Vorhandensein von Raupen. Die genaue Kenntnis des Lebenszyklus vom Buchsbaumzünsler ist von großer Bedeutung für eine erfolgreiche Bekämpfung. Als Bekämpfungsmaßnahme wird zunächst das Absammeln der Raupen sowie das Herausschneiden der Gespinste und Befallsnester empfohlen. Biologische Insektizide wie Bacillus Thuringiensis (zum Beispiel Neudorff-Raupenfrei) oder Neemöl (Niemöl) werden idealerweise eingesetzt, wenn die Buchsbaumzünslerraupen noch jung sind. Um eine weitere Ausbreitung des Buchsbaumzünslers einzudämmen, sind befallene Pflanzenreste (Gehölzschnitt) zerkleinert in einem verschlossenen Müllsack über die Restmülltonne zu entsorgen. Größere Mengen können in einem verschlossenen Müllsack am Wertstoffhof an der Kopernikusstraße 10 abgegeben werden. Von der Kompostierung im eigenen Garten rät die Gemeinde Aschheim dringend ab.

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