Van der Weck macht nicht weiter

Ein neuer Bürgermeister für Feldkirchen

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Will Bürgermeister werden: Christian Wilhelm. Unterstützung erhält er dabei von seiner Frau Katrin.

Nach zwei Amtszeiten will Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck nicht mehr als Kandidat antreten. Stattdessen wählte die SPD den erst 29-jährigen Christian Wilhelm als neuen Kandidaten.

Werner van der Weck hat sich gegen eine erneute Kandidatur für das Bürgermeisteramt entschieden. „Zwölf Jahre reichen“, meint er. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt nächstes Jahr hat er bereits zwei Amtszeiten hinter sich. Einerseits seien längere Amtszeiten aufgrund der Zeit, die Projekte von der Planung bis zur Umsetzung und Fertigstellung benötigen, sinnvoll. Andererseits „braucht es jüngere Kräfte mit neuen Ideen und einem anderen Blickwinkel“, so van der Weck.

Das Amt des 66-jährigen soll künftig Christian Wilhelm übernehmen, wenn es nach der SPD geht. Der noch recht junge Bürgermeisterkandidat, der seit zwei Jahren im Gemeinderat sitzt, wurde dafür einstimmig gewählt. Möglich ist also auch ein Generationenwechsel im Feldkirchner Rathaus. Wilhelm lebt seit über 15 Jahren in Feldkirchen. Schon vor einem halben Jahr sei er gefragt worden, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne. Bei seiner Entscheidung war ihm wichtig „dass ich weiter parteifrei bleiben kann und dass meine Frau meine Kandidatur unterstützt“, so Wilhelm. Anpacken möchte er bei allen Themen, die sich auch durch das Wachstum Münchens und der umliegenden Gemeinden ergibt. „Verkehrsplanung, Nachverdichtung, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, gemeindliche Wohnbauprogramme und Einrichtungen für Senioren müssen bei diesem Wachstum ebenso mit berücksichtigt werden, wie auch die Entwicklung des Ortskerns und die Einhaltung von Standards wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz“, erklärt Wilhelm. „Um das alles finanzieren zu können, müssen auch neue Unternehmen in Feldkirchen angesiedelt werden. Hier gilt es aber erst, bestehende Gewerbeflächen zu besetzen und erst danach neue Gewerbegebiete auszuweisen. Denn Feldkirchen hat im Vergleich zu anderen Gemeinden im Landkreis nicht mehr so viel freie Fläche zur Verfügung.“

Bürgermeister van der Weck ist sich sicher, dass der neue Kandidat sich als „alteingesessener Feldkirchner“ gut um die Belange der Bürgerinnen und Bürger kümmern kann. „Christian Wilhelm ist eine super Wahl mit seiner jungen, dynamischen Art“, sagt er. Seine soziale Kompetenz habe er auch durch sein ehrenamtliches Engagement, etwa in der Freiwilligen Feuerwehr und im Kreisjugendring, unter Beweis gestellt. Eben jene Kompetenz sieht Bürgermeister van der Weck als besonders relevant für die Zukunft: Er wünscht sich mehr Miteinander und einen respektvolleren Umgang unter den Bürgerinnen und Bürgern, und zwar auch in den sozialen Medien.

Da scheint es zu passen, dass der neue Bürgermeisterkandidat mit diesen aufgewachsen ist. 

Pia Getzin

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