Gemeinderat Feldkirchen diskutiert über Zukunft des Grundstücks im Dornacher Feld

Wohnraum statt Parkraum

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Gegenüber der Kita „Bienenhaus“ (linker Bildrand) soll nur Bauland für Feldkirchner Bürger mit besonderen Verdiensten entstehen. Die aktuelle Parkfläche soll weg.

Während andere Kommunen stetig Grundstücke oder Wohneigentum ehrenamtlich engagierten, einheimischen Bürger zu etwas vergünstigten Rahmenbedingung bereitstellen, ist in Feldkirchen in den letzten acht Jahren – Planungen ausgenommen – de facto nichts erfolgt. Das soll sich nun ändern, findet der Gemeinderat.

Einmal mehr stand der Bebauungsplan Nummer 98b – noch als „Bauland für Einheimische“ deklariert – in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Nördlich der Kindertagesstätte „Bienenhaus“ an der Beethoven-Straße im Dornacher Feld liegt das freie Areal. Einzig ein befestigter Parkplatz ist derzeit auf dem Feld angelegt und wird von den Eltern der Kitakinder, aber auch von Lieferfahrzeugen genutzt.

„Den Parkplatz können wir doch herausnehmen“, erklärte Alexander Zimmermann (UWV), „und damit Platz für zwei weitere Wohnhäuser haben“. Damit wären nicht nur acht Reihenhäuser und sieben Doppelhäuser, sondern möglicherweise 24 Wohneinheiten zu realisieren. Mit sieben zu sechs Stimmen fasste man im Gemeinderat den denkbar knappen Beschluss, „Wohnraum statt Parkraum“ zu realisieren. Die Frage, wie man diesen Wohnraum bevorzugt Einheimischen zur Verfügung stellen kann, stellte sich als noch schwieriger heraus. Herbert Vanvolsem (CSU) befürchtete beispielsweise, dass noch ausstehende EU-Bestimmungen das Einheimischen Modell-Projekt kippen könnten. Als alternative Lösung brachte er den Sozialen-Wohnungsbau ins Spiel. Doch hierzu konnte sich keine Mehrheit finden lassen. Die Verwaltung räumte ein, dass man den Begriff Einheimischen-Modell auf jeden Fall ändern müsste und auch im Kriterienkatalog die Wohndauer am Ort nicht zum Tragen kommen dürfe – wohl aber Kriterien wie Familie, Kinder und Ehrenamtstätigkeit für die Vergabe des Baugrunds ausschlaggebend sein dürften.

Für die zukünftigen Bauherren spielt jedoch das Grundwasser möglicherweise ohnehin eine größere Rolle. Zwar sei man in den vergangenen Jahren nicht mehr mit zu hohem Grundwasser konfrontiert worden, doch im Bebauungsplan solle ein Hinweis auf das Grundwasser erfolgen, meinte Dr. Michael Burger (SPD). „Mehr müssen wir derzeit nicht veranlassen.“ Der Bebauungsplan 98b bleibt nach dem Wunsch des Gremiums nun erst einmal weiter im Verfahren und wird erneut öffentlich ausgelegt, wenn der Planer die Änderungen eingearbeitet hat. Laut Verwaltung stehen derzeit 75 Feldkirchner auf der Warteliste für Sozialwohnungen stehen.

ar

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