Schnell laden für die Umwelt

Neue Ladesäulen auf dem Ettenhuber-Betriebshof in Feldkirchen

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Ton Karelse (Allego), Landrat Christoph Göbel, Josef Ettenhuber und Feldkirchens Bürgermeister haben die neuen Schnell-Ladesäulen in Feldkirchen vorgestellt.

Fehlende Ladestationen schmälern die Nachfrage nach Elektroautos. In Feldkirchen gibt es jetzt drei weitere Schnellladesäulen. Sie liegen verkehrsgünstig nahe des Autobahnkreuzes und stehen sowohl Feldkirchnern wie auch Reisenden zur Verfügung.

Die neue Ladeinfrastruktur ist auf dem Ettenhuber-Betriebshof am Otto-Lilienthal-Ring 22 in Feldkirchen installiert worden. Dort werden künftig die drei Elektrobusse geladen, die ab Dezember die erste vollständig elektrifizierte Buslinie im Landkreis München, den Unterföhringer Ortsbus, bedienen werden. Die Busse werden allerdings nur nachts geladen und so stehen die drei Schellladesäulen ab Ende August für jedermann zur Verfügung. Von 8 bis 18 Uhr kann jeder sein Elektrofahrzeug mit internationalem Ladestandard, dem Combined Charging System (CCS) Ladestecker, dort mit Naturstrom laden. „Unsere Busse nutzen die Ladeinfrastruktur ja nur nachts, und damit können wir sie zu den anderen Zeiten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen“, erklärte Busunternehmer Josef Ettenhuber bei der offiziellen Vorstellung seines Beitrages zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur im Landkreis, die im Beisein des Münchner Landrats Christoph Göbel und des Feldkirchener Bürgermeisters Werner van der Weck erfolgte.

Letzterer zeigte sich begeistert von Ettenhubers Initiative. Sie stelle eine „Pioniertat“ dar und sorge in Feldkirchen für saubere Busse und eine bessere Luft. Zudem stellte van der Weck eine weitere Ladestation in Feldkirchen in Aussicht. Die Planungen für eine Anlage am Rathaus befänden sich in den letzten Abstimmungen. Die Gemeinde wolle dort in Zusammenarbeit mit Bayernwerk ein möglichst umfassendes System installieren.

Auch Landrat Christoph Göbel fand für die neue Ladestation in Feldkirchen, in die die Firma Ettenhuber rund 150.000 Euro investiert hat, nur lobende Worte. Für die Öffentlichkeit und die Umwelt sei sie „spitze“.

„Wir wollen die Elektromobilität fördern und die Klimawende voranbringen. Mit unseren Ladesäulen haben wir damit eine wichtige Voraussetzung geschaffen“, erklärte Ettenhuber sein Projekt. Von der Installation der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge würden nicht nur Landkreisbürger profitieren, sondern auch Durchreisende. Die Ladestationen stünden nahe zum Autobahnkreuz München-Ost und könnten somit tagsüber bequem zum kurzen Nachladen genutzt werden. Bei den drei Ladestationen, die von Allego installiert und betrieben werden, handelt es sich um sogenannte Ultraschnell-Ladesäulen. Das bedeutet, dass selbst Autos mit großen Batteriespeichern bei entsprechender Ladeleistung in kurzer Zeit voll geladen sind. Der verbrauchsabhängige Ladetarif wird kWh-basiert abgerechnet.

An den drei Säulen können drei E-Autos mit zunächst 30 bis 150 kW geladen werden. „Wenn das Fahrzeug so schnell laden kann, dann kommt man mit einer Ladezeit von 15 Minuten 200 Kilometer weit“, sagt Ettenhuber. In dieser Viertelstunde besteht zudem die Möglichkeit, die gepflegten Sanitäranlagen am Betriebshof zu nutzen.

Wie Ton Karelse von Allego erklärte, sollen die neuen Ladesäulen eine Betriebszeit von zehn Jahren haben. Sie werden von seiner Firma im Rahmen eines Wartungsvertrags rund um die Uhr betreut. Die Bezahlung erfolgt über eine App oder über eine Karte. Zu finden sind die neuen Feldkirchner Schnellladesäulen übrigens auch per Navi.

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