Eine gute Idee und viel Kraft

OCR Munich aus Kirchheim bei der Weltmeisterschaft

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Markus Häussler belegte bei der Weltmeisterschaft einen hervorragenden 16. Platz über 15 Kilometer und war damit bester Deutscher in seiner Altersklasse.

Das englische Kelvedon Hatch nahe London war Austragungsort für die OCR World Championships im Obstacle Course Racing. Mit dabei waren über 20 Extrem-Hindernisläufer des in Kirchheim bei München ansässigen Vereins OCR Munich. Damit stellte der noch junge Verein rund ein Drittel aller Teilnehmer des „Team Germany“

Kirchheim – „Obstacle Course Racing ist die am zweitschnellsten wachsende Sportart weltweit“, berichtet Vorstand Uwe Kauntz, der den mittlerweile auf 200 Mitglieder gewachsenen Verein 2016 im Münchener Osten gründete. „Wir verlassen bei unseren Rennen immer die Komfortzone und müssen allen Widrigkeiten trotzen, den künstlichen oder natürlichen Hindernissen auf unserer Strecke ist das Wetter und die Temperatur egal“.

Genauso verhielt es sich an allen drei Wettkampftagen in England. War die Strecke über die Drei-Kilometer-Distanz mit 25 Hindernissen noch einigermaßen passabel, verwandelte sich diese am Folgetag über die 15-Kilometer-Hauptdistanz und 75 Hindernissen zu einer regelrechten Schlammschlacht. Bei nasskalten Bedingungen und Dauerregen wurden Standard-Hindernisse zu einer unerwarteten Herausforderung und technisch anspruchsvolle Elemente nur für die absolut Besten zu bezwingen. So wunderte es nicht, dass nur rund 20 Prozent aller Teilnehmer aus 43 Ländern mit dem begehrten Bändchen ins Ziel liefen, einer Auszeichnung für die Bewältigung aller Hindernisse.

Vom OCR Munich schaffte dies unter anderem Markus Häussler, der mit einem hervorragenden 16. Platz über 15 Kilometer bester Deutscher in seiner Altersklasse wurde. Das Freud und Leid nahe beieinander liegen, musste Oliver Walther erfahren. Über eine Stunde kämpfte er auf der Kurzdistanz am letzten technischen Hindernis, bevor er doch noch sein Band verlor. „Es war verdammt knapp, aber irgendwann geht einem eben der Saft aus“, so Walther.

Zum Abschluss der Wettbewerbe sollte es für den OCR Munich aber nochmals sprichwörtlich „Medaillen und Bändchen regnen“. In der Team-Staffel wird in Trios angetreten. Jeder Sportler hat entweder den Part „Lauf“, „Kraft“ oder „Technik“ zu absolvieren, bevor es anschließend gemeinsam Richtung Ziel geht. „Spätestens an der Vier-Meter-Wand brauchst du als Team eine gute Idee und die letzten Kraftreserven“, berichtet der Kirchheimer Stephan Beurer, der nach dem Drei-Kilometer-Lauf auch im Team das Band erfolgreich ins Ziel brachte.

Er und zahlreiche Mitglieder des OCR Munich trainieren mehrmals wöchentlich auf dem vereinseigenen Gelände zwischen Kirchheim und Heimstetten und bereiten sich so optimal auf Wettbewerbe in ganz Europa oder Übersee vor. Im kommenden Jahr finden Welt- und Europameisterschaften in den USA und Italien statt. Und Uwe Kauntz ist sich sicher: „Da sind wir wieder mit dabei und vielleicht klappt es ja diesmal sogar mit einem Podium“. Weitere Infos gibt es unter ocr-munich.de.

Mehr über den Münchner Nordosten gibt es in der Übersicht.

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