Pilotprojekt beschlossen

Gemeinde Kirchheim fördert private Ladestation

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Im Rahmen eines Pilotprojekts will die Gemeinde Kirchheim die Förderung privater Ladestationen testen.

Elektromobilität ist in aller Munde. Sei es in Form eines Automobils oder in Form einer Ladesäule. Um letzte geht es in einem Antrag der Kirchheimer CSU-Fraktion...

Kirchheim – Darin sollte von der Verwaltung geprüft werden, ob es von staatlicher Seite eine Förderung beziehungsweise Zuwendung für nicht öffentlich zugängliche Ladepunkte gibt. Mittlerweile haben sich aber auch vereinzelt Bürger an die Verwaltung gewandt, um zu erfragen, ob die Gemeinde ein kommunales Förderprogramm für Elektromobilität hat.

Nach Auskunft der Verwaltung können nur die Ladepunkte gefördert werden, welche nach der Ladesäulenverordnung (LSV) rund um die Uhr öffentlich zugänglich sind. Da diese Eigenschaft bei privat aufgestellten Ladepunkten nicht der Fall ist, gibt es hier keine Förderung von staatlicher Seite.

Jedoch besteht die Möglichkeit, dass die Kommunen selbst für solche privaten Ladepunkte ein kommunales Förderprogramm entwerfen. Dieses Programm darf jedoch den Rahmen ihrer finanziellen und persönlichen Leistungsfähigkeit nicht übersteigen.

Um ein Programm abschließend und praxistauglich entwerfen zu können, möchte die Verwaltung einmalig ein Pilotprojekt finanziell unterstützen. Bei diesem handelt es sich um die Erstellung eines Umsetzungskonzepts für einen Garagenhof im Lindenviertel. Mithilfe dieses Konzepts soll aufgezeigt werden, welche baulichen Maßnahmen für die Elektrifizierung des Garagenhofs nötig sind und wie die Leitungen für Strom und Netzwerk optimal verlegt werden könnten. Außerdem soll den Garagenbesitzern gezeigt werden, welche Möglichkeiten sie bei der Auswahl der Ladestation (stehend oder als Wallbox montiert) haben und wie beziehungsweise wo der optimale Montageort dafür wäre. Abschließend erhalten die Eigentümer Auskunft da­rüber, wie hoch die finanzielle Belastung für die Eigentümer durch die baulichen Maßnahmen sein wird. Die Kosten für die Verlegung der Leitungen auf dem Garagenhof sind dabei gemeinschaftlich zu tragen. Die Kosten, welche innerhalb der Garage anfallen, sind von dem jeweiligen Eigentümer selbst zu tragen. Die Kosten für dieses Umsetzungskonzepts belaufen sich auf etwa 2500 Euro netto. (Hallo berichtete)

In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium, die Eigentümergemeinschaft „Lindenviertel B in Kirchheim“ mit 50 Prozent der Nettokosten, maximal 1250 Euro, bei der Entwicklung eines Umsetzungskonzepts für ihren Garagenhof zu unterstützen. Die Eigentümergemeinschaft verpflichtet sich im Gegenzug, das Ergebnis des Konzepts an die Gemeindeverwaltung weiter zu geben, damit diese ein praxistaugliches Förderprogramm entwickeln kann. Für die Unterstützung entstehen außerplanmäßige Ausgaben, da diese Summe im Haushalt 2019 nicht enthalten ist. 

Gerhard Fuhrmann

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