Zukunfts-Investitionen

Kirchheimer Haushalt für 2021 genehmigt

Michaela Harlander verteidigte den Kirchheimer Haushaltsentwurf.
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Michaela Harlander verteidigte den Kirchheimer Haushaltsentwurf.
  • vonThomas Fischer
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Jahrhundertprojekte und Corona bestimmen den Kirchheimer Haushalt für 2021, den der Gemeinderat jetzt genehmigt hat.

Bereits in der Sitzung des Hauptausschuss Mitte Dezember des vergangenen Jahres wurde der Verwaltungshaushalt für 2021 einstimmig beschlossen. Der kam nun im Gemeinderat nochmals auf die Tagesordnung. Die Rathausverwaltung hatte in der Vorlage aktuell einige geringfügige Änderungen eingearbeitet wie Beratungskosten oder Schulden­dienstumlagen. Nach der Korrektur umfasst der Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils gut 41,7 Millionen Euro. Das sind rund sechs Prozent weniger als im Jahr 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie werden rund 411.000 Euro vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt zugeführt und über Kredite finanziert. Diese Zuführung hätte eigentlich eine Million Euro betragen sollen – wegen Corona haben Ausnahmeregelungen die geringere Summe ergeben. Mit nur einer Gegenstimme wurde der Verwaltungshaushalt verabschiedet.

Beim Vermögenshaushalt waren sechs Räte mit den vorgelegten Zahlen nicht einverstanden. Der sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils rund 33,3 Millionen Euro vor, was eine Steigerung um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch in diesen Etat wurden nach der Hauptausschusssitzung Aktualisierungen vorgenommen. So wurden einige Vorhaben in kommende Jahre verschoben, die unter anderem zum Ortsentwicklungsprojekt Kirchheim 2030 gehören. Die größten Ausgabeposten sind der Rathausneubau (8,9 Millionen Euro), der Umbau Kirchheimer Oval (fünf Millionen Euro) oder der Neubau Haus für Kinder II mit drei Millionen Euro. Für diese Projekte werden in den folgenden Jahren weitere Ausgaben zu Buche schlagen. Insgesamt beträgt der Haushalt 2021 zirka 75 Millionen Euro und steigt um 19 Prozent gegenüber dem letzten Jahr und gilt laut Verwaltung als „Rekordhaushalt“.

Bürgermeister Maximilian Böltl verteidigte die Haushaltsvorschläge: „Wir haben ein Investitionshoch durch unsere Jahrhundertprojekte, die nachfolgenden Generationen zugute kommen.“ Rüdiger Zwarg von den Grünen äußerte „Sorgen bei dieser Entwicklung“ und möchte „wegen der Verschuldung die Reißleine ziehen.“ Außerdem monierte er, dass „die Gemeinde trotzdem weitere Projekte plane.“ Dem widersprach Michaela Harlander (SPD): „Ich kann mit der Verschuldung leben, wenn wir damit unseren Ort weiterbringen können. Dort ist in früheren Jahren einiges verschlafen worden“. Gerhard Fuhrmann

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