Kein völlig neues Terrain

Martina Serdjuk wird neue AFK-Geschäftsführerin

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AFK-Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Glashauser begrüßte Martina Serdjuk als neue AFK-Geschäftsführerin und dankte dem scheidenden Sebastian Ruhland und wünschte ihm viel Erfolg im künftigen Berufsleben.

Eine geordnete Übergabe erfolgt derzeit in der Geschäftsführung des ersten interkommunalen Geothermie-Projekts in Deutschland. Ab 1. Oktober wird die Agrarökonomin Martina Serdjuk die Leitung der gemeinsamen Geothermie-Anlage von Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim übernehmen. Auf eigenen Wunsch wechselt der bisherige Geschäftsführer Sebastian Ruhland vorzeitig zu seinem ehemaligen Arbeitgeber.

„Ich kenne noch einige Mitarbeiter aus der Gründungszeit der AFK-Geothermie, als ich hier in Sachen Wirtschaftlichkeitsberatung tätig war“, erklärt Martina Serdjuk erfreut. Schon während ihres Studiums hat sie sich intensiv mit den regenerativen Energien und deren wirtschaftlichem Einsatz im Alltag befasst. Sie ist nun nach Thomas Fröhlich, Manfred Durner und dem Versorgungsingenieur Sebastian Ruland die vierte Geschäftsführung der AFK-Geothermie. Diese beliefert seit genau einem Jahrzentzehnt, im Oktober 2009 erstmals, private und öffentliche Liegenschaften mit der regenerativer Wärme aus über 2500 Metern Tiefe. Inzwischen wurden über 81 Kilometer Fernwärmetrassen verlegt. Als nun die Stelle des AFK-Geschäftsführers ausgeschrieben wurde, habe sie sich gerne beworben. Dass zwischen der Ausschreibung und der Einstellung viel Zeit vergangen sei, begründete Aschheims Bürgermeister und amtierender AFK-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Glashauser damit, dass immer in allen Kommunen die entsprechenden Entscheidungen zu treffen seien. Ohnehin habe man noch Zeit gehabt, denn die aktuelle Vertragslaufzeit von Sebastian Ruland hätte noch ein Jahr gedauert. „Wir können eine geordnete Geschäftsübergabe durchführen“, freut sich Serdjuk. Auch danach, so Glashauser, habe Sebastian Ruhland zugesichert, bei Bedarf für Auskünfte zur Verfügung zu stehen.

„Ein großes Ausbaupotential“ schreibt die neue 34-jährige Geschäftsführerin der AFK-Geothermie zu. Vor Serdjuk stehen große Aufgaben: Die Erweiterung der AFK-Anlagen, wozu eine weitere bekanntlich kostenintensive, doch wohl wirtschaftlich relevante Bohrung gehören wird. Zufrieden ist man beim lokalen Energieversorger, dass von staatlicher Seite noch immer Zuschüsse und Fördergelder in einem gewissen Rahmen gewährt werden. Auch eine Preisanpassung steht im Raum. Und ein Tag der offenen Tür in der AFK-Geothermie soll den Bürgern die innovative, umweltschonende und bürgernahe Versorgungsgesellschaft nahebringen.

ar

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