Engel im November

Kirchheimer Krippenspiel als Film

Weihnachten in Zeiten von Corona. Dahinter stehen derzeit viele Fragezeichen. Doch eines steht bereits fest: Die Kirchheimer müssen nicht auf ihr gewohntes Krippenspiel verzichten. Es wird am 24. Dezember auf Facebook, YouTube und auf der Homepage der drei Kirchheimer Kirchen zu sehen sein. Und dafür schweben bereits jetzt Engel über der Gemeinde
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Weihnachten in Zeiten von Corona. Dahinter stehen derzeit viele Fragezeichen. Doch eines steht bereits fest: Die Kirchheimer müssen nicht auf ihr gewohntes Krippenspiel verzichten. Es wird am 24. Dezember auf Facebook, YouTube und auf der Homepage der drei Kirchheimer Kirchen zu sehen sein. Und dafür schweben bereits jetzt Engel über der Gemeinde

Es ist Anfang November, die Sonne scheint noch am späten Nachmittag, die Temperatur ist noch angenehm und am Hügel hinter dem Abenteuer-Spielplatz in Heimstetten bietet sich ein ungewöhnliches Bild: Zahlreiche Kinder laufen mit weißen Kleidern und Engelsflügeln aufgeregt hin und her. Mittendrin eine Frau, die mit lauter Stimme Ordnung ins Geschehen bringt. Engel im November – was hat das miteinander zu tun? 

Die Antwort: Franz Gruber von Kirchheim TV dreht Außenaufnahmen zu einem Krippenspiel, das am 24. Dezember auf Facebook, YouTube und auf der Homepage der drei Kirchheimer Kirchen – Cantate, St. Peter und St. Andreas – zu sehen ist. Außerdem wird das Krippenspiel-Video am Heiligen Abend in allen drei Kirchen durch Beamer übertragen. Bis dahin sind es noch zirka sieben Wochen. Aber schon vorher gab es genügend zu tun.

Krippenspiel-Profi

Monika List, ehemalige Grundschullehrerin in Aschheim, die in Sachen Krippenspiel ein „Profi“ ist, bekam von den Pfarrern der vier Kirchen („die Konfessionen arbeiten zusammen“) und von der Gemeindeverwaltung den Auftrag zu „Wie gestalten wir Weihnachten in Coronazeiten?“. Die Lösung von List: Man dreht einen Film im Freien, weil drinnen eine Aufführung nicht möglich ist. Ende September begann sie mit den Planungen. „Schwierig war die Auswahl der Kinder, weil durch Corona die Zusammenstellung der Gruppen nicht einfach war“, so List. Sie musste deshalb versuchen, möglichst viele Geschwisterkinder zu finden. Das klappte in den Schulen und unter den kirchlichen Ministranten.

Schließlich konnte mit 15 Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren das Projekt starten. Unterstützt wurde dies auch von den Eltern, die oft die Requisiten zur Verfügung stellten, und Ute Heubeck von der Cantate-Kirche, die Engels- und Hirtengewänder aus dem Kostümfundus beisteuerte. Heubeck – ebenso erfahren in Krippenspielen – machte den Vorschlag, die Geschichte in mehreren Kirchheimer Gasthöfen und mit Chören zu drehen. Wegen Corona-Vorschriften mussten deshalb die Szenen für „draußen“ umgeschrieben werden. So waren Monika List und Filmer Franz Gruber fünf Tage mit den jungen Darstellern zu zehn Locations unterwegs, wobei dort immer wechselnde Rollen und Spieler zum Einsatz kamen. Und so viel sei schon verraten: Die Szenen beginnen in Hausen und enden im Bajuwarenhof. Gerhard Fuhrmann

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