„Filigranes Bauwerk“

Kostensteigerung beim Umbau des „Kirchheimer Ei“

Über der Kreuzung ST2082/Heimstettener Moosweg (Kirchheimer Ei) entsteht später eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke.
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Über der Kreuzung ST2082/Heimstettener Moosweg (Kirchheimer Ei) entsteht später eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke.

Mit einer satten Kostensteigerung wurden die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung konfrontiert: Der Umbau der Kreuzung ST2082/ Heimstettener Moosweg, des sogenannten „Kirchheimer Ei“ wird fast doppelt so teuer als geplant. 

Das Projekt gehört zur Verkehrsplanung für Kirchheim 2030 und der Landesgartenschau 2024 und wurde vom Ingenieur-Büro Vössing noch vor einem Jahr mit 3,5 Millionen Euro berechnet. In der jüngsten Sitzung wurde allerdings die derzeit vorliegende Kostenberechnung in Höhe von zirka 5,6 Millionen zuzüglich Baunebenkosten in Höhe von zirka 800.000 Euro genannt. Von der Gesamtsumme übernimmt der Freistaat Bayern 75 Prozent der Kosten – somit bleiben der Gemeinde „nur“ 1,6 Millionen Euro als Eigenanteil. Dazu Bürgermeister Maximilian Böltl: „Wir haben 2014 gerade noch die Förderung bekommen. Danach war Schluss. Heute würde der Freistaat diesen Umbau nicht mehr genehmigen.“

Die Kostensteigerung erklärten die anwesenden Ingenieure unter anderem mit Wünschen der Gemeinde. Der Kreuzungsbereich und zugehörende Sparten mussten um 70 Zentimeter tiefergelegt werden. Dadurch entstanden größere Erdbewegungen und der Aushub musste zusätzlich deponiert werden. Im Zuge dessen mussten die Leitungen für Fernwärme und Wasser ebenfalls verlegt werden. Zudem wurde eine Stützwand in östlicher Richtung als Abfang des vorhandenen Lärmschutzwalls errichtet sowie die Fußgänger- und Radfahrer-Brücke gegenüber den anfänglichen Planungen verlängert.

Auch wurde die nutzbare Bahnbreite der Brücke auf vier Meter festgelegt und bei der Konstruktion auf eine Mittelstütze verzichtet. Das „filigrane Bauwerk“, so das Büro Vössing, spannt sich 55 Meter über die neue Kreuzung.

Das Gremium gab ohne Gegenstimme grünes Licht für die Kostensteigerung und weitere Leistungsphasen.

Gerhard Fuhrmann

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