Kirchheims 1. Bürgermeister zum Jahreswechsel

Noch gut aufgestellt

Neben diesen wichtigen und grundsätzlichen Fragen ergeben sich darüber hinaus aber auch noch „kleinere“ Themen des Tagesgeschäfts, die zum Teil schon seit einiger Zeit im Mittelpunkt des Interesses stehen. Beim Geothermieprojekt etwa wurde im November eine Zieltiefe von 2630 Metern erreicht. Die Bürger, von denen einige bereits auf eine Anschlussmöglichkeit warten, haben die Fortschritte mit Interesse und Anteilnahme verfolgt. Großes Interesse löste auch die Entwicklung im Jugendtreffpunkt „Rülps“ aus, das Anfang November wegen brandschutzrechtlicher und bautechnischer Mängel geschlossen worden ist. Der Gemeinderat hat im Dezember einem Bauantrag für eine teilweise Sanierung zugestimmt, wobei noch keine Details geregelt wurden. Finanziell ist die Gemeinde Kirchheim noch recht gut aufgestellt. Für 2009 sind – trotz Finanzkrise – Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 12 Millionen Euro veranschlagt. Über die konkreten Auswirkungen der aktuellen Finanzmarktkrise sind allerdings noch kaum Aussagen möglich, so dass die Gewerbesteuer zwar um eine Million geringer als im Vorjahr angesetzt ist, aber dennoch eher hypothetisch betrachtet werden muss. Genaueres erfahren Bürger, Kommunalpolitiker und Verwaltung aber wohl erst im Laufe des nächsten Jahres. Der Schuldenstand pro Einwohner betrug in Kirchheim zum 31.12.2007 insgesamt 798 Euro; dem stehen Rücklagen in Höhe von 1907 Euro gegenüber. Die Pro-Kopf-Verschul-dung erhöht sich jedoch auf insgesamt rund 1739 Euro, wenn man die Verpflichtungen (Schuldendiensthilfen) im Zusammenhang mit dem Neubau der Realschule in Aschheim und der Erweiterung des Gymnasiums in Kirchheim (Kreditaufnahmen durch den Zweckverband Weiterführende Schulen) sowie die gemeindliche Bürgschaft für das Collegium 2000 mit einkalkuliert. Insgesamt ist Kirchheim mit seiner günstigen verkehrlichen Lage und der Nähe zum Wirtschaftsschwerpunkt München gut gerüstet, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen – seien es nun grundsätzliche und strukturelle Fragen wie ein möglicher Konjunktureinbruch durch die Finanzmarktkrise oder die „eigenen“ Kirchheimer Fragen bezüglich der Ortsplanung und -entwicklung.

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