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Kirchheims 1. Bürgermeister zum Jahreswechsel

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Es ist viel geschehen VON HEINZ HILGER

Es ist viel passiert dieses Jahr in der Gemeinde Kirchheim. Auf den ersten Blick ziemlich unbequem waren die Arbeiten am Geothermie-Projekt, und zwar weniger die an der Energiezentrale im Gemeindegebiet Aschheim, als vielmehr die Ortsanschlüsse in Kirchheim und Heimstetten. Verkehrsbehinderungen waren fast das ganze Jahr über an vielen Stellen in Kirchheim und Heimstetten an der Tagesordnung und werden auch in näherer Zukunft immer wieder auftreten. . Ein weiteres wichtiges Projekt, das die Gemeinde ebenfalls noch eine ganze Zeit beschäftigen wird, ist die Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums. Wie sich herausgestellt hat, sind hier nicht nur zusätzliche Räume für den Unterrichtsbetrieb erforderlich, sondern auch Sanierungsmaßnahmen zunächst an den Fenstern und dann eventuell noch an anderen Stellen. In diesem Bereich steht Kirchheim in einer Reihe mit Schulbauten in zahlreichen anderen Orten im Raum München, in denen in den 70er und 80er Jahren Gymnasien und Realschulen errichtet wurden. Mittlerweile sind diese alle renovierungsbedürftig. Aber wir haben ja schon Erfahrung mit Sanierungen, die während der Schulzeit ablaufen. Erwähnt sei hier die Sanierung der Grund- und Hauptschule Mitte der 90er Jahre. Irgendwo wird immer gebaut Überhaupt wird in einer Gemeinde mit über 12.000 Einwohnern immer irgendwo gebaut, saniert oder erneuert. Der KSC, der 2012 sein 50-jähriges Bestehen feiert, hat 2009 einen zusätzlichen Sportplatz sowie eine Beregnungsanlage zur Bewässerung des Kunstrasens mit dem an dieser Stelle knapp unter der Oberfläche stehenden Grundwasser erhalten. Die Duschen und Umkleiden wurden von den Sportlern in Eigenregie saniert. Ein anderes, wichtiges Projekt war der Anbau mit Sanierung des Feuerwehrhauses in Heimstetten. Damit erhielt die Freiwillige Feuerwehr Heimstetten zwei zusätzliche Garagen und ein erweitertes Lager. Die darauf folgende Modernisierung des Bestandes umfasste den Verwaltungstrakt mit der Heizung. Ebenso wurde im 1. Stock ein zusätzlicher Rettungsweg ins Freie montiert. Die Feuerwehrangehörigen haben mit viel Engagement und Eigenleistung beim Bau mitgeholfen. Wohin soll sich Kirchheim entwickeln? Ein wichtiges Projekt, mit dem die Weichen für die Zukunft unter Beteiligung aller Bürger gestellt werden, ist das Zukunftsforum. Wie soll sich Kirchheim entwickeln? Wie können die Verkehrsprobleme gelöst werden? Welches Gewerbe wünschen sich die Bürger – und welches die Gemeinde, die davon ihre Gewerbesteuer erhält? Die Frage nach mehr Steuereinnahmen ist in Kirchheim heuer besonders aktuell, nicht nur wegen der Wirtschaftskrise. Während die finanziellen Aussichten im März 2009 äußerst düster waren, hat sich die augenblickliche Situation – wegen einer einmaligen Steuernachzahlung – wieder ein wenig entschärft. Die Zeiten, in denen Jahr für Jahr ein dickes Plus auf den gemeindlichen Konten landete, sind jedoch wohl vorerst vorbei. Der Haushaltsansatz bei den Gewerbesteuereinnahmen wurde zuerst von 12 auf 4 Millionen reduziert. Aktuell konnte dieser reduzierte Ansatz immerhin schon wieder auf gut 9 Millionen Euro erhöht werden. Die Prognose für die kommenden Jahre ist aber noch sehr ungewiss. Etwas Neues gibt es auch in der Kinderbetreuung: Der Bedarf für 48 Kinderkrippen-Plätze in Kirchheim ist von den übergeordneten Behörden anerkannt worden. Es stehen bereits drei Standorte für eine Kindereinrichtung zur Auswahl. Ein besonders erfreuliches Ereignis war die Eröffnung des neuen Bonus-Marktes im Oktober. Im Brunnen-Zentrum standen die Räumlichkeiten für einen Supermarkt schon seit längerer Zeit leer. Dank des Einsatzes der Gemeinde und des Konzeptes der Firma Bonus wurde hier wieder eine Einkaufsmöglichkeit für die Bewohner und gleichzeitig eine Qualifizierungsmaßnahme für Arbeitslose geschaffen. Rüdiger Karger, der engagierte Bürger Kirchheims mit vielen Ehrenämtern, hat dieses Ereignis leider nicht mehr erlebt: Er starb drei Monate bevor sein Wunsch nach einer Einkaufsmöglichkeit am Brunnen in Erfüllung ging und hinterlässt eine große Lücke im sozialen Netz der Gemeinde Kirchheim.

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