Aufstellung der SPD-Kandidaten 

Kirchheimer SPD will keine Koalition mit der CSU – Aufstellung der Kandidaten 

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SPD-Spitzenkandidat Stephan Keck lobte die Arbeit seiner Partei in den letzten sechs Jahren.

Kirchheim – Das „Team Keck“ hatte am 19. Januar zur SPD-Kandidaten-Aufstellung in die Gaststätte zum Kelten im Kirchheimer Ortsteil Heimstetten geladen. Gekommen waren etwa 40 Mitglieder und Gäste, um die 24 Personen kennenzulernen, die sich für die Wahl zum Gemeinderat in Kirchheim bewerben. Zur Begrüßung lobte der Vorsitzende Rolf Siegel die erfolgreiche Arbeit der letzten sechs Jahre und gab auch gleich die Schwerpunkte vor: Umweltschutz und Wohnen. „Beide sind uns ein Herzensanliegen“, so Siegel, „und dafür haben wir im Gemeinderat Duftnoten gesetzt“. Auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten hatte die Partei nach gründlichen Überlegungen verzichtet und „bei Gemeinsamkeiten mit der CSU zusammenzuarbeiten und wenn es keine gibt, dann nicht“. Siegel stellte unter Beifall der Teilnehmer klar: „Es gibt keine Koalition mit der CSU!“

Spitzenkandidat Stephan Keck begann seine Rede mit einem Spruch von Kurt Schumacher (SPD-Politiker und einer der Gründerväter der Bundesrepublik): „Die SPD ist die einzige Partei, die nie Unheil über das deutsche Volk gebracht hat“. Dann bewegte sich Keck in der Gegenwart. „Wir sind mit verantwortlich, dass der Flächenverbrauch für Kirchheim 2030 halbiert und trotzdem bezahlbarer Wohnraum für 1.000 Bürger geschaffen wurde“. Für ihn ist der Zeitraum von 2014 bis 2020 die erfolgreichste Periode der Kirchheimer SPD und „haben 35 Prozent unseres Wahlprogramms umgesetzt“. Weiter betonte Keck, „dass wir die Mehrheit für unsere Ziele gesucht und gefunden haben“. Lob gab es auch für den aktuellen Bürgermeister Maximilian Böltl, „der oft auf unsere Linie eingeschwenkt ist und wir deshalb keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken“.

Stephan Keck möchte die Geothermie ausbauen, mehr Unverpackt-Läden und die Mehrgenerationen-Häuser fördern. Auch müsse in Sport, Schulen und ÖPNV mehr investiert und Mobilitätskonzepte ausgebaut werden. Leider gab es auch Projekte, die in den vergangenen Jahren nicht umgesetzt wurden. Dazu gehören das Tempolimit auf der A 99, der fehlende Mobilfunkmast im Ortsbereich, zu wenig Breitbandausbau und zu wenig Anstrengungen, um Unternehmen nach Kirchheim zu holen. „Wir brauchen starke Firmen mit guten Arbeitsplätzen“ so Keck, „da Wohnen und Arbeiten am Ort für die Zukunft immer wichtiger wird“.

Für ihn sind die 24 Kandidaten das Beste, „was wir aufbieten können“ und er freute sich, „dass viele davon keiner Partei angehören und sich trotzdem mit den Zielen der Partei identifizieren“. Für ihn „haben Einzelinteressen in der Partei nichts zu suchen“. 

Gerhard Fuhrmann

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