Kreisel kommt zuerst

Projekt „Kirchheim 2030“ schreitet voran –  Spatenstich für die Ortsmitte

Franz Schlottau (Bayerngrund), Martina Görner (Projektleitung Kirchheim 2030) und Bürgermeister Maximilian Böltl beim Spatenstich an der Baustelle des neuen Kreisverkehrs (v.l.).
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Franz Schlottau (Bayerngrund), Martina Görner (Projektleitung Kirchheim 2030) und Bürgermeister Maximilian Böltl beim Spatenstich an der Baustelle des neuen Kreisverkehrs (v.l.).

Kirchheim – Auf der Baustelle stehen wuchtige Baufahrzeuge und mittendrin ein kleiner Erdhaufen mit einigen Spaten. Die Szene gehört zum ersten Spatenstich des Großprojekts der neuen Ortsmitte „Kirchheim 2030“ – und zwar an dem neu entstehenden Kreisel an der Staatsstraße 2082. Dort begrüßte Bürgermeister Maximilian Böltl die beteiligten Bauträger sowie Gemeinderäte und Teile seiner Verwaltung. „Bin froh, dass es endlich losgeht“ so Böltl, „und dass 40 Jahre Planung vorbei sind“. 

Vorausgegangen war der Bürgerentscheid im September 2017, wo sich die Mehrheit für ein „Zusammenwachsen“ der Ortsteile Heimstetten und Kirchheim entschied. „Ich freue mich auch über ein Vorhaben, das der Gemeinde nichts kostet“ meinte Böltl „und am Ende ist noch was Größeres entstanden“. Der Grund seiner Freude: Die komplette Verkehrserschließung – zirka 26 Millionen Euro – sowie die Umpflanzung von zwei riesigen Linden zahlen die Bauträger. „Wir haben einfach gut verhandelt, was der städtebauliche Vertrag bestätigt “, sagte Böltl. Seiner Meinung nach wurden „trotz Rotstift die Generationenprojekte durchgeführt“.

In den kommenden zehn Jahren entstehen in mehreren Entwicklungsschritten zahlreiche öffentliche Gebäude wie das Rathaus, der Bürgersaal, das Gymnasium und zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen sowie neuer Wohnraum zur Miete und im Eigentum. „Wir planen dies für alle Generationen und Einkommensgruppen, in gemischten Quartieren mit hoher Wohnqualität, geschützten Innenhöfen und Nachbarschaftsplätzen“, so Böltl. Die neuen Quartiere würden die bestehenden Wohnstrukturen harmonisch fortführen und zum künftigen Ortspark hin offen sein. Mit der Landesgartenschau 2024 ergebe sich die Gelegenheit, eine besonders hochwertige Gestaltung des Parks umzusetzen und diesen auch durch das gemeinschaftliche, verbindende Erlebnis im gesellschaftlichen Gedächtnis der Gemeinde zu verankern.

„Durch den Neubau des Kreisels, der Ende des Jahres fertig sein soll, wird der Baustellenverkehr von der Staatsstraße 2082 Richtung Heimstettener Moosweg geleitet und somit die bestehenden Wohngebiete vom Lärm und Dreck verschont“ so Martina Görner, Projektmanagerin Kirchheim 2030, „zunächst erfolgen der Oberbodenabtrag der Ausgleichsfläche und zukünftigen Erschließungsstraßen zwischen Heimstettner Straße und Heimstettener Moosweg sowie archäologischen Vorarbeiten, Kanalbau und Erdarbeiten“. 

Gerhard Fuhrmann

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